Beck: Chefaufseher geht

von Redaktion

München – Nach der Machtübernahme beim Münchner Kaufhaus Beck am Rathauseck durch den Immobilienunternehmer Alfons Doblinger hat der Aufsichtsratsvorsitzende Bruno Sälzer mit sofortiger Wirkung sein Amt niedergelegt. Der 68-Jährige ist ein erfahrener Manager in der Mode- und im Konsumgüterbereich und war unter anderem Chef von Hugo Boss und dem Münchner Modekonzerns Escada. Zudem sitzt er in Aufsichtsräten von Lacoste, Deichmann und Amer Sports. Dem Ludwig Beck-Aufsichtsrat gehörte er seit 2018 an, seit Juli 2020 Vorsitzender. Ein Nachfolger steht noch nicht fest, der Aufsichtsrat werde sich zeitnah mit der Neubesetzung befassen, heißt es. Das Ausscheiden Sälzers zeichnete sich ab, nachdem Doblinger Ende Mai überraschend die Mehrheit an Beck von den langjährigen Aktionären, dem Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl und seinem Sohn und Beck-Chef Christian Greiner, erworben hat. Der 82-jährige Doblinger war 2020 mit zunächst rund 25 Prozent bei Beck eingestiegen und kontrolliert durch den Zukauf nunmehr 77 Prozent des Kapitals an dem traditionsreichen Kaufhaus mit seiner wertvollen Immobilie im Münchner Stadtzentrum. Ob es auch zu einer Neubesetzung an der Vorstandsspitze kommt, ist offen.GERHARD HEGMANN

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