Kein Rechtsruck in Betriebsräten

von Redaktion

München – Die IG Metall hat bei den Betriebsratswahlen in Bayern Mandate hinzugewonnen. Nach eigenen Angaben kommt die Gewerkschaft auf 74 Prozent aller Mandate in ihrer Branche – vier Prozentpunkte mehr als 2022. Zudem stellt sie 87 Prozent aller Betriebsratsvorsitzenden und 92 Prozent aller freigestellten Betriebsräte. Die Zahlen sind noch vorläufig und basieren auf 70 Prozent der Wahlergebnisse in Bayern, die der Gewerkschaft inzwischen vorliegen. Laut Horst Ott, Chef der IG Metall in Bayern, hat die Gewerkschaft auch neue Betriebe erobert. So hat die Liste der IG Metall beispielsweise bei Knorr Bremse in München erstmals die absolute Mehrheit erreicht.

AfD-nahe Listen konnten sich kaum durchsetzen. „Die Rechten haben angekündigt, die Betriebe zu erobern, und sind nun krachend gescheitert“, sagt Ott. Nur bei Audi habe die von der AfD unterstützte „Zentrum“-Liste 3,7 Prozent erhalten und sei mit zwei Mitgliedern ins Gremium eingezogen. Bayernweit liege „Zentrum“ dagegen nur bei 0,03 Prozent. In Betrieben in anderen Bundesländern war die Gruppierung, die sich auf die besonders gebeutelte Autobranche konzentriert, etwas erfolgreicher. Bei Daimler in Untertürkheim stellt die ursprünglich dort gegründete rechte Liste mit 13,2 Prozent der Stimmen vier von 47 Betriebsräten, in Braunschweig zog „Zentrum“ mit 6,7 Prozent der Stimmen erstmals in einen VW-Betriebsrat ein.HÖSS

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