München – Deutschlands Exporteure haben 2025 nach drei Jahren mit Rückgängen wieder mehr Waren exportiert. Das Exportvolumen stieg im Vergleich zu 2024 mengenmäßig um 1,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Damit war die Menge der über die Grenzen Deutschlands gehandelten Waren jedoch um 6,3 Prozent geringer als im Jahr 2019, dem letzten Jahr vor Corona-Pandemie und dem russischen Angriff auf die Ukraine.
Neue Handelszahlen gibt es auch aus Bayern, dort weitet sich das Handelsdefizit wegen hoher Energiepreise aus. Im April exportierten Firmen aus dem Freistaat zwar Waren im Wert von 1,5 Milliarden Euro – 1,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig stiegen aber die Importe um 8,2 Prozent auf 20,4 Milliarden Euro. Dass die Ausfuhren trotz Iran-Krieg gestiegen sind, sei erfreulich, so Bertram Brossardt, Chef der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. „Gleichzeitig macht uns der viel stärkere Anstieg der Importe, vor allem bei Erdöl und Erdgas, Sorgen.“ Hier sehe man, wie hoch die Kosten des Iran-Krieges für Bayerns Firmen waren.DPA/HÖSS