Messe München trotz Konjunkturkrise mit Rekordjahr

von Redaktion

München – Mehr als 600.000 Besucher auf der Baumaschinenmesse Bauma und über eine halbe Million Gäste auf der Automesse IAA: Im Jahr der Mega-Messen – die IAA findet nur alle zwei Jahre statt, die Bauma als flächenmäßig größte Messe der Welt sogar nur alle drei Jahre – war München ein echter Besuchermagnet: Insgesamt kamen 2,5 Millionen Messegäste und knapp 35.000 Aussteller in die Landeshauptstadt, teilte die Messe München am Mittwoch mit. Das bescherte dem Unternehmen, das der Stadt und dem Freistaat sowie der IHK und der Handwerkskammer gehört, Geschäftsrekorde. Im Geschäftsjahr 2025 nahm die Messe München 594 Millionen Euro ein, 106 Millionen mehr als 2024. Das Ergebnis nach Steuern stieg von 70 auf 99 Millionen Euro.

„Die hervorragenden Zahlen in konjunkturell anspruchsvollen Zeiten zeigen, wie relevant Messen für die Wirtschaft und den internationalen Austausch sind“, sagten die beiden Messechefs Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel. Sie betonten, dass das Auslandsgeschäft für sie immer wichtiger werde. So seien 1,8 Millionen Besucher und 17.000 Aussteller zu den 42 Auslandsmessen gekommen, etwa zum China-Ableger der Sportartikelmesse ISPO und zur Umweltmesse IFAT im indischen Delhi. „Motor“ bleibe aber der Heimatstandort München, auf den jeweils fast 90 Prozent von Umsatz und Gewinn entfielen. Viele Kunden würden die Marke im Ausland kennenlernen und dann zu einer der Weltleitmessen nach München kommen. So stammten 2025 vier von zehn Besuchern und sechs von zehn Ausstellern in München aus dem Ausland.

Für das laufende Jahr zogen Pfeiffer und Rummel trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen in Deutschland ein „sehr positives Zwischenfazit“. Die Rekorde aus 2025 wird die Messe München dennoch nicht übertreffen, da dieses Jahr weder Bauma noch IAA stattfinden. Dafür gebe es 2026 Ableger der Bauma in Indien und China, weshalb ein größerer Umsatzanteil aus dem Ausland zu erwarten sei. München bietet außerdem 15 große Eigenveranstaltungen und fünf internationale Medizinkongresse, bei denen 60.000 Mediziner auserwartet werden.

Um mit dem Messegelände in Riem wettbewerbsfähig zu bleiben, kündigte die Messe München an, bis 2030 rund 80 Millionen Euro in den Standort zu investieren. Das Geld soll unter anderem in eine PV-Anlage, in digitale Anzeigen und in den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Organisation und Verwaltung fließen.HÖSS

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