Die besten Aktien, die besten Börsen

von Redaktion

Das erste Halbjahr ist um – Zeit für eine Zwischenbilanz zum Börsengeschehen. Es gibt überraschende Gewinner und überraschende Verlierer.

Am deutschen Aktienmarkt gab es ungewohnte Verlierer: Rheinmetall zum Beispiel, oder BMW. © Arne Dedert, dpa

München – Die Lage im Iran beherrschte in der ersten Jahreshälfte das Geschehen an den Finanzmärkten und führte insbesondere an den Aktienmärkten zu stark schwankenden Kursen. Positive Konjunkturnachrichten und wieder teilweise sehr zuversichtliche Unternehmensdaten sorgten für Rückenwind. Der deutsche Aktienindex Dax war im Halbjahresvergleich nahezu unverändert. Die Musik spielte diesmal anderswo.

Edelmetalle

Deutlich schwächer waren die im Vorjahr noch stark gefragten Edelmetalle. Der Goldpreis entfernte sich mit einem Minus von fünf Prozent auf 4080 US-Dollar pro Unze immer weiter von seinem Allzeithoch. Noch deutlicher war das Minus bei Platin (–22 %), Palladium (–28 %) und Silber (–20 %).

Rohstoffe

Der Preis für Gas, der nach den Angriffen auf den Iran um fast 100 Prozent explodiert war, verbilligte sich im Halbjahresvergleich um fünf Prozent. Rohöl der Nordseesorte Brent kostet hingegen etwa 15 Prozent mehr als noch zum Jahreswechsel. Zwischenzeitlich gab es auch hier Kurskapriolen. Bei den Agrarrohstoffen gingen die Preise für Kakao (–17 %), Orangensaft (–29 %) und Kaffee (–15 %) zurück. Gestiegen sind die Preise von Baumwolle und Holz (jeweils 15 %).

Renten

Wer sein Geld in einer deutschen Staatsanleihe mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren angelegt hat, konnte sich über eine Rendite von rund 2,9 Prozent freuen. Der richtungsweisende Bund-Future pendelte zwischen 124 und 127 Euro.

Währungen

Der Euro präsentierte sich in etwas schwächerer Verfassung. Er gab um gut drei Prozent von 1,18 auf 1,14 US-Dollar nach. Nicht besonders groß war das Interesse an Kryptowährungen. Der Bitcoin startete das Jahr mit rund 90.000 Dollar und stand zur Jahresmitte bei nur noch 60.300 Dollar, ein Minus von rund 30 Prozent.

Aktien

Der Dax schwankte zwischen 22.350 Zählern (im März) und nahe seines Allzeithochs bei 25.400 (im Mai). Am Ende des Halbjahres stand ein kleines Minus von 0,5 Prozent auf der Anzeigetafel. Etwa 22 der 40 Werte konnten ein Plus verbuchen, die restlichen 18 traten auf der Stelle oder waren auf der Verliererliste. Am besten entwickelte sich mit einem Plus von 107 Prozent die Infineon-Aktie. Ebenfalls oben auf der Gewinnerliste standen Hochtief (+47 %), Siemens-Energy und Symrise (beide +28 %). Die Liste der Dax-Verlierer führt Rheinmetall mit einem Minus von 41 Prozent an. Ebenfalls schwach waren BMW und SAP (siehe Tabelle).

Der Technologie-Index TecDax konnte ein Prozent zulegen. Die erfolgreichsten Werte waren Aixtron (+201 %) und Suss Microtec (+141 %) aus Garching bei München.

Weltbörsen

Der weltweite MSCI-World-Index, auf den viele Indexfonds laufen, stieg um fünf Prozent. Ebenso wie der Dow-Jones in Amerika, der etwa sechs Prozent dazugewann. Das Plus bei den Technologiewerten an der Nasdaq lag bei acht Prozent. In Fernost bewegten sich die Aktienmärkte uneinheitlich. Während der japanische Nikkei-Index mit einem Plus von etwa 30 Prozent auf ein neues Allzeithoch kletterte, gab der Hang-Seng in Hongkong um elf Prozent nach. Sehr gut liefen die Börsen in Österreich (+21 %), Holland und Griechenland (jeweils +14 %). Die Top-Börsen des ersten Halbjahres waren die Märkte in der Venezuela (+147 %) und Südkorea (+95 %).

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