Sommerempfang mit rund 200 Gästen (von links): Frank Hüpers, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Präsident Franz Xaver Peteranderl, Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause, Staatskanzleichef Florian Herrmann und Arbeits- und Sozialministerin Ulrike Scharf. © Michael Schuhmann
München – Ministerpräsident Markus Söder war verhindert. Koalitionsausschuss in Berlin. „Wenn er nicht kann, schickt er immer zwei von uns als Vertretung“, witzelte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU). Und tatsächlich war auch Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU) zum Sommerfest der Handwerkskammer in München gekommen wie auch 200 andere Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Innungen.
Der Koalitionsausschuss, auf dem das lang diskutierte Reformpaket schließlich beschlossen wurde, war natürlich auch Thema auf dem Fest. „Man muss nur mit den Menschen reden, dann merkt man, dass die meisten bereit sind für Veränderungen“, meinte Franz Xaver Peteranderl, der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern. Von der Kappung des Handwerkerbonus konnte der an dem Abend noch nichts wissen – meinte aber ahnungsvoll: „Ob Veränderungen auch Verbesserungen bringen, erkennt man nicht in Regierungsgebäuden, sondern in den Werkstätten und Betrieben.“ Schließlich seien es die hunderttausende von Mittelständlern und Handwerkern, die vor Ort investieren, ausbilden und Steuern zahlen“, so der Handwerkspräsident.
Respekt dafür von der Staatsregierung richtete Florian Herrmann aus. Dort wisse man sehr wohl darum, „dass Bayern Handwerkerland ist“. 215.000 Handwerksbetriebe beschäftigten 950.000 Menschen und bildeten 64.000 junge Leute aus.
Zum Sommerempfang waren auch Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne), IHK-Geschäftsführer Manfred Gößl, IHK-Präsident Peter Inselkammer, Bauernverbandspräsident Günther Felßner, Dehoga-Chefin Angelika Inselkammer und DGB-Bayern-Chef Bernhard Stiedl gekommen.CORINNA MAIER