MAN investiert 1,2 Milliarden in Polen

von Redaktion

München – Der Nutzfahrzeughersteller MAN investiert 1,2 Milliarden Euro in Polen. Am Donnerstag unterzeichnete die Tochter der Nutzfahrzeugsparte von Volkswagen (Traton) eine entsprechende Absichtserklärung mit dem polnischen Wirtschafts- und Finanzministers Andrzej Domański. Mit dem Geld soll vor allem das MAN-Werk in Krakau ausgebaut und für die gemeinsame Lkw-Generation des Konzerns vorbereitet werden. Konkret sollen Fertigungshallen für die Karosserie sowie eine Lackiererei gebaut werden. Damit verdoppelt sich die Produktionsfläche in Krakau auf 270.000 Quadratmeter.

Die Investition in Polen ist Teil des Sparplans MAN2030+, in dessen Rahmen MAN die Kosten bis 2030 um 900 Millionen Euro senken will. Dazu soll die Verlagerung des ursprünglich im Münchner Stammwerk geplanten Karosseriebaus für die neuen Zukunfts-Lkw nach Polen sowie ein Abbau von 2300 Stellen in Deutschland beitragen, rund 1300 davon in München. Der Stellenabbau soll ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen, also durch Verrentungen, freiwillige Abgänge und nicht nachbesetzte Stellen.

Für die verbleibenden deutschen Beschäftigten von MAN gilt im Gegenzug eine Jobgarantie bis 2035, die je nach Geschäftslage bis 2040 verlängert werden kann. Außerdem wird rund eine Milliarde Euro in die Digitalisierung und Elektrifizierung der deutschen Werke investiert, vor allem in die Standorte in Bayern.HÖSS

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