München – Die Stadtwerke-Tochter M-Net baut im Münchner Norden bis 2028 ein neues Rechenzentrum. Neben eigenen Prozessen rund um das hauseigene Glasfasernetz sollen hier die Rechenserver lokaler Firmen Platz finden. M-Net verspricht eine hohe Ausfallsicherheit durch mehrere Stromquellen und Glasfaseranschlüsse. Die Anlage wird mit einer Anschlussleistung von 1,6 Megawatt, so viel wie 800 Wasserkocher, von mittlerer Größe sein. Das Angebot richtet sich gezielt an Mittelständler aus München und der Region. Bei der sogenannten Co-Location buchen Firmen die Infrastruktur des Rechenzentrums, platzieren aber ihre eigenen Recheneinheiten.
Neben der räumlichen Nähe sei der deutsche Rechtsraum ein Vorteil. Ein Sprecher betont: „Sensible Unternehmensdaten bleiben in München und unterliegen dem deutschen und europäischen Datenschutzrecht.“ Denn Anbieter mit Standorten in den USA stehen aktuell unter Druck, weil Gesetze den Behörden weitgehende Zugriffe auf die Daten ihrer Kunden verleihen.MAS