Flurförderfahrzeuge von Jungheinrich in Norderstedt in Schleswig-Holstein. © Marcus Brandt, dpa
Hamburg – Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin prüft den Halbjahresabschluss 2025 des Gabelstaplerherstellers Jung-heinrich. Es lägen konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass das Hamburger Unternehmen gegen Vorschriften verstoßen habe, teilte die Bafin mit. Jungheinrich steht nach eigenen Angaben im Austausch mit der Behörde und begleitet die Prüfung konstruktiv. Der Aktienkurs des Unternehmens gab am Vormittag nach. Die Bafin prüft demnach den verkürzten Abschluss zum 30. Juni 2025 und den zugehörigen Zwischenlagebericht. Dabei untersucht die Behörde die Bewertung von Vermögenswerten im Kontext der Veräußerung des Russland-Geschäfts. Die Bewertung sei möglicherweise fehlerhaft gewesen. Die Bafin leitete die Prüfung am 13. Juli ein. Jungheinrich teilte mit, die Veräußerungsabsicht könnte zu einem Wertminderungsbedarf geführt haben. Ohne diesen zu berücksichtigen, könnten Mietgeräte und Vorräte zu hoch bewertet worden sein. Die russische Gesellschaft gehöre seit Februar nicht mehr zu Jungheinrich. In den vergangenen Monaten hat die Bafin wegen möglicher Bilanzierungsfehler eine Reihe von Unternehmen näher untersucht.DPA