Die ETCS-Technik ersetzt optische Signale. © IMAGO
China sanktioniert deutsche Firmen
Peking – Als Reaktion auf die neuen Russland-Sanktionen der EU hat China gegen 14 Unternehmen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern Exportkontrollen verhängt. Durch die 21. Sanktionsrunde seien auch 14 Unternehmen aus China und Hongkong auf die Liste der EU geraten, begründete das Handelsministerium in Peking den Schritt. Betroffen sind der deutsche Rüstungsbauer Rheinmetall, die Antraco Chemie-Handelsgesellschaft aus Duisburg sowie Sindlhauser Materials aus Kempten im Allgäu sowie Unternehmen aus Italien, Frankreich, Polen, den Niederlanden und weiteren Ländern.
SAP schließt viele neue Cloud-Verträge ab
Walldorf – Europas größter Softwarehersteller SAP kommt trotz widriger Bedingungen in der Weltwirtschaft gut voran mit dem Abschluss von Cloud-Aboverträgen. Der in den kommenden zwölf Monaten zu erwartende Umsatz mit diesen Verträgen legte bis Ende Juni im Jahresvergleich um 27 Prozent auf einen Stand von 22,9 Milliarden Euro zu. Der Gesamtumsatz legte im zweiten Quartal im Jahresvergleich um neun Prozent auf 9,88 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen stieg um sieben Prozent auf 2,74 Milliarden Euro.
Bund fördert digitale Zugtechnik
Berlin – Das Bundesverkehrsministerium stellt für die Ausstattung von Zügen mit digitaler Technik für das sogenannte Zugleitsystem ETCS bis 2030 rund 1,7 Milliarden Euro zur Verfügung. „Darüber hinaus fördert der Bund die Ausrüstung der Fahrzeuge im Digitalen Knoten Stuttgart (DKS) mit rund 482 Millionen Euro“, teilte das Ministerium mit. ETCS ist die zentrale Technik für die Digitalisierung der Schieneninfrastruktur. Zugabstände werden damit digital gesteuert. Optische Signalanlagen sind dann nicht mehr notwendig.
Japan will Seltene Erden in Tiefsee abbauen
Tokio – Nach dem Fund von Seltene-Erden-Mineralien im Meeresboden will Japan Anfang nächsten Jahres einen Abbauversuch wagen. Die bei einer Expedition nahe der abgelegenen Pazifikinsel Minami Torishima gewonnenen Proben aus einer Tiefe von etwa 6000 Metern wiesen Spuren von Yttrium auf, wie die japanische Regierungschefin Sanae Takaichi am Freitag mitteilte. Yttrium sei „weltweit knapp“.