Berlin – Die deutsche Wirtschaft hat nach Einschätzung der Bundesbank im Frühjahr trotz der Belastungen infolge des Iran-Kriegs ein Mini-Wachstum geschafft. „Trotz des Gegenwinds durch den Krieg im Nahen Osten dürfte das reale BIP im zweiten Quartal 2026 saisonbereinigt etwas zugelegt haben“, heißt es im Bundesbank-Monatsbericht Juli. Eine erste Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für den Zeitraum April bis Juni 2026 veröffentlicht das Statistische Bundesamt an diesem Donnerstag. Ökonomen rechnen mit 0,1 Prozent Plus zum Vorquartal. Die Industriekonjunktur zeige sich widerstandsfähig, schreiben die Volkswirte der Bundesbank. Die Unternehmen profitierten „von einer dynamischen Auslandsnachfrage und wachsenden Exporten“. Deutschlands Exporteuren könnte zudem zugutegekommen sein, dass internationale Wettbewerber stärker von Engpässen bei Vorprodukten betroffen gewesen seien. Die Konsumausgaben der Verbraucher sind der Analyse zufolge wohl mindestens stabil geblieben.DPA