Berlin/München – Ein Verbändebündnis aus Wohnungswirtschaft und Bau hat in einem „Brandbrief“ vor geplanten Kürzungen im Bundeshaushalt für den Neubau gewarnt. „Knapp 1,4 Milliarden Euro sollen 2027 allein im Neubau weniger zur Verfügung stehen als in diesem Jahr“, erklärten die Verbände. Das treffe den ohnehin schwer angeschlagenen Neubau enorm. „Zahlreiche Neubau-, Sanierungs- und Investitionsvorhaben werden durch die Kürzungen des Bundes zusammengestrichen.“ Zu dem Bündnis gehören die Bau-Industriegewerkschaft, der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes und der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen.
Im vergangenen Jahr waren laut Statistischem Bundesamt knapp 207.000 Wohnungen fertiggestellt worden – so wenige wie seit 2012 nicht mehr. Das Ifo-Institut erwartet in diesem Jahr sogar nur 185.000 Wohnungsfertigstellungen. Notwendig sind nach Angaben des Verbändebündnis Wohnungsbau 400.000 Wohnungen pro Jahr.AFP