Welche Geldscheine hätten Sie gerne?

von Redaktion

Bürger können über Design der neuen Banknoten abstimmen – Bewerber aus Bayern dabei

Der Eisvogel-Entwurf für den Zehn-Euro-Schein stammt von den Regensburger Künstlern Gisela Goppel und Florian Toperngpong. © Alle Reproduktionen: EZB

Die Rückseite des 100-Euro-Scheins von Myrsini Vardopoulou.

Die Rückseite des Dünnweller-Entwurfs. Der EZB-Rat wird bis Ende des Jahres entscheiden.

Leonardo da Vinci, wie ihn die griechische Künstlerin Myrsini Vardopoulou sieht.

Der Komponist Beethoven im Entwurf des Passauer Künstlers Dünnweller.

Der spanische Schriftsteller Cervantes. © EZB

Die Rückseite von Rubio & del Amo und Cruz más Cruz.

Ein Bienenfresser im Entwurf von Isabelle Daëron.

Maria Callas auf einem hochformatigen Geldschein. © EZB

Wie sollen die Euro-Scheine künftig aussehen? Die Europäische Zentralbank (EZB) präsentiert zehn Entwürfe für die geplante neue Banknotenserie und befragt nun die Bürgerinnen und Bürger. Bis zum 21. September können sich Europäerinnen und Europäer an einer Online-Umfrage beteiligen: https://surveys.ecb.europa.eu/10b/neweuro. Wahrscheinlich Ende 2026 wird der EZB-Rat einen Vorschlag auswählen. Bis die Menschen die neuen Banknoten in Händen halten, wird dann noch einige Zeit vergehen.

Euro-Banknoten seien mehr als ein Zahlungsmittel, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde bei der Vorstellung der von Grafikdesignern gestalteten Vorschläge. Es sei der Notenbank wichtig, die Stimme des Volkes dazu zu hören: „Die Banknoten gehören Ihnen.“ Der Euro ist gemeinsame Währung von rund 358 Millionen Menschen in 21 Ländern der Europäischen Union. Die neuen Banknoten sollen auch umweltfreundlicher und fälschungssicherer sein. Details gibt es dazu noch nicht.

Berühmte Köpfe oder bunte Vögel

Bundesbank-Präsident Joachim Nagel appelliert: „Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Meinung einzubringen und die Zukunft des Euro mitzugestalten.“ Je mehr Menschen abstimmten, „desto besser spiegeln die Euro-Banknoten künftig die Vielfalt und die Werte Europas wider“.

Mit den Designvorschlägen der Kunstschaffenden Gisela Goppel und Florian Toperngpong aus Regensburg sowie Jan Robert Dünnweller aus Passau sind auch bayerische Entwürfe unter den ausgewählten zehn Vorschlägen. Die Künstler waren zu dem Wettbewerb eingeladen worden. „Die Arbeit an diesem Projekt war eine interessante Herausforderung; sie betraf ein völlig neues Gebiet mit zahlreichen technischen, ästhetischen und narrativen Anforderungen, die alle innerhalb eines sehr strengen Rahmens zu erfüllen waren“, erklärt Jan Robert Dünnweller. Zusätzlich zu den Porträts und Tuschezeichnungen auf der Rückseite zu den vorgeschriebenen Motiven enthalten die Entwürfe eine Hintergrundcollage aus zwölf handgedruckten und handgezeichneten Elementen, beschreibt er auf seiner Homepage.

In einer Vorauswahl für die Motive der neuen Banknoten hatte die EZB zwei Themen festgelegt. Für jedes liegen nun jeweils fünf Umsetzungsvorschläge vor:

„Europäische Kultur“: Auf der Vorderseite sind berühmte Europäer abgebildet wie die Opernsängerin Maria Callas (5 Euro), der Komponist Ludwig van Beethoven (10), die Wissenschaftlerin Marie Curie (20), der Schriftsteller Miguel de Cervantes (50), der Künstler Leonardo da Vinci (100) und die Schriftstellerin Bertha von Suttner (200). Die Rückseiten zeigen Straßenkünstler oder Sängerfeste.

„Flüsse und Vögel“: Fokus ist in diesem Fall die „Widerstandskraft und Vielfalt der natürlichen Ökosysteme Europas“. Abgebildet sind Mauerläufer (Fünf-Euro-Schein), ein Eisvogel (10), ein Schwarm von Bienenfressern (20), ein Weißstorch (50), ein Säbelschnäbler (100) und ein Basstölpel (200). Auf der Rückseite werden europäische Institutionen wie das EU-Parlament oder die Zentralbank gezeigt.DPA/CM

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