Zuckerrüben-Bauern erwarten schlechte Ernte
Ochsenfurt – Trockenheit, Hitze und Krankheiten machen den Zuckerrüben zu schaffen. Deshalb dürfte in Süddeutschland ein Drittel weniger Zucker erzeugt werden als im Vorjahr, wie der Verband Süddeutscher Zuckerrübenanbauer erwartet. Man stehe vor der geringsten Ernte seit der Wiedervereinigung, sagte Geschäftsführer Paul-Martin Pfeuffer. Der Verband rechnet mit Auswirkungen auf die Verbraucherpreise, denn auch andernorts fällt die Ernte schlecht aus.
Firmen verlängern die Rechnungsfrist
Neuss – In den Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen räumen Lieferanten ihren Kunden immer mehr Zeit zum Bezahlen ein. Dies geht aus einer neuen Studie der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervor, die auf der Auswertung von vier Millionen Rechnungen beruht. Demnach forderten die Lieferanten im 1. Halbjahr 2026 eine Begleichung der Rechnung innerhalb von 32,21 Tagen. „Das waren 0,75 Tage mehr als im Vorjahreszeitraum und gut zwei Tage mehr als noch im Jahr 2023“, berichtete Creditreform.
Pharmabranche vor Mega-Fusion
London – Das Pharmaunternehmen Astrazeneca und sein US-Rivale Bristol Myers Squibb haben offenbar Gespräche über eine Fusion aufgenommen. Die Unternehmen hätten „in den letzten Monaten Gespräche über einen Zusammenschluss geführt“, berichtete die „Financial Times“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise. Aus einer solchen Fusion könnte einer der größten Konzerne des Pharmasektors mit einem Wert von 400 Milliarden Dollar entstehen.
Total übernimmt Öko-Sparte von Shell
Paris – Der französische Mineralölkonzern TotalEnergies kauft das Geschäft mit Erneuerbaren Energien an Land in Europa vom britischen Konkurrenten Shell. Es handle sich um Solar- und Windkraftanlagen in Italien, den Niederlanden, Spanien und Großbritannien. Den Preis nannte TotalEnergies nicht. Es geht nach Unternehmensangaben um bestehende oder im Bau befindliche Anlagen mit einer Kapazität von 500 Megawatt (0,5 Gigawatt).
Nur kleiner Zuwachs im Einzelhandel
Wiesbaden – Der Einzelhandel in Deutschland hat im ersten Halbjahr etwas mehr Umsatz gemacht: Nominal stieg der Umsatz um 2,2 Prozent, preisbereinigt um 0,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden anhand vorläufiger Ergebnisse am Montag mitteilte. Laut Umfrage des Münchner Ifo-Instituts schätzen viele Unternehmen den weiteren Jahresverlauf aber „sehr zurückhaltend“ ein. Nach Beginn des Iran-Kriegs war der Ifo-Geschäftsklimaindikator für den Einzelhandel im April und im Mai auf die niedrigsten Werte seit 2023 abgerutscht.