Der Preisverfall im Kerngeschäft trübt die Bilanz der Munich Re. © dpa
München – Der Rückversicherer Munich Re bekommt den Preisabschwung im Geschäft mit Erstversicherern wie Allianz und Axa deutlich zu spüren. Nach weiteren Abschlägen bei der jüngsten Vertragserneuerung kappt Vorstandschef Christoph Jurecka seine Umsatzprognose für das laufende Jahr: In der Rückversicherungssparte dürfte der Umsatz mit 38 Milliarden Euro 2 Milliarden niedriger ausfallen als bisher gedacht. Für den gesamten Konzern geht Jurecka nun von 62 statt 64 Milliarden Euro aus.
Im zweiten Quartal profitierte der Rückversicherer hingegen von sehr geringen Großschäden und glänzenden Geschäften mit Aktien. Unter dem Strich verdiente er dadurch – wie gemeldet – rund 2,2 Milliarden Euro und damit über sechs Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Jurecka sieht die Munich Re „auf sehr gutem Weg“ zu ihrem geplanten Jahresgewinn von 6,3 Milliarden Euro.