Berlin – Die neue Deutschland-Chefin des Tabakkonzerns Philip Morris, Özlem Dikmen, hofft auf ein Ende von Zigaretten. „Wir müssen den Menschen das Rauchen abgewöhnen“, sagte die Managerin dem Nachrichtenmagazin „Focus“. „Rauchen ist schädlich“, warnte die Konzernchefin. Sie arbeite dafür, den Tag zu erleben, an dem die letzte Marlboro-Zigarette angezündet wird, sagte Dikmen. Die Marke gehört zu ihrem Konzern.
Neben Zigaretten vertreibt Philip Morris auch E-Zigaretten, Tabakerhitzer, die ebenfalls ungesund sind. Sie selbst habe früher geraucht – „aber nur als Sozialraucherin, beim Ausgehen, wenn es gesellig wurde und Alkohol getrunken wurde“, so Dikmen. Der Umstieg auf Tabakerhitzer sei ihr schwergefallen, „weil ich lange Zeit den Geruch von echtem Tabak bevorzugt habe“.
Die Philip-Morris-Chefin kritisierte zugleich die geplante Erhöhung der Tabaksteuer in Deutschland. Dikmen kündigte an, das Gespräch mit dem Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Hendrik Streeck, suchen zu wollen, der die Steuer weiter erhöhen will. Streeck hatte sich jüngst beschwert, dass er von der Tabaklobby regelrecht verfolgt werde.AFP