Privatleute investieren in Klimaschutz

von Redaktion

18 Prozent der Haushalte haben bereits eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Zehn Prozent haben ein Elektroauto. © Sunspace Solar Gmbh/dpa

Frankfurt – Deutlich mehr Menschen in Deutschland sind bereit, Geld in Klimaschutzmaßnahmen zu stecken. Der Anteil stieg von 59 Prozent 2025 auf 66 Prozent, wie die staatliche Förderbank KfW mitteilte. Damit seien die Rückgänge der vergangenen Jahre „größtenteils wettgemacht“.

Der außergewöhnliche Hitzesommer 2026 habe die Notwendigkeit des Klimaschutzes noch mal klar verdeutlicht, erklärte KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher. „Trotz andauernder Konjunkturdelle in Deutschland scheinen die Menschen nun wieder umzudenken“, erklärte er. Das sei eine gute Nachricht.

Rund 14 Millionen Haushalte hierzulande nutzen laut einer Umfrage unter 4300 Haushalten bereits mindestens eine Energiewendetechnologie. Dazu gehören Wärmepumpen, Solaranlagen auf dem Dach, Solarthermieanlagen, Batteriespeicher, Holzpelletheizungen oder Elektroautos. Das seien 1,1 Millionen Haushalte mehr als im Vorjahr, erklärte die KfW.

Besonders groß war der Zuwachs bei der Nachfrage nach E-Autos und PV-Anlagen fürs Hausdach. Aktuell haben laut Umfrage 18 Prozent der Haushalte eine Solaranlage, zehn Prozent ein E-Auto. Bei Hauseigentümern sind es 34 Prozent mit Solaranlage und 17 Prozent mit E-Auto.

Haushalte mit höherem Einkommen investierten deutlich häufiger als ärmere Haushalte, erklärte Chefvolkswirt Schumacher. Er warnte: Durch die steigende CO2-Bepreisung würden genau diese Haushalte in den kommenden Jahren überproportional belastet. Es sei wichtig, auch einkommensschwächere Haushalte durch gezielte Fördermaßnahmen für Energiewendetechnologien zu gewinnen.

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