Agile Robots baut voll auf Deutschland

von Redaktion

Agile-Gründer Zhaopeng Chen mit Roboter. © M. Schneider

Die Zukunft beginnt in München: Gestern hat der Roboter-Hersteller Agile Robots erstmals seine Türen für die Öffentlichkeit geöffnet. Hier am Konzernsitz arbeiten über 1000 Menschen in Verwaltung und Entwicklung. 100 weitere in einer neuen Fabrik in Fürstenfeldbruck.

Erst 2018 aus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ausgegründet, gilt Agile heute als erstes deutsches Robotik-Start-up mit einer Milliardenbewertung. Der Markt ist heiß umkämpft. Agile-Gründer Zhaopeng Chen schätzte gestern, dass das Umsatzvolumen der Branche künftig zehn Mal so groß sein könnte wie das der Autoindustrie.

Im technologischen Wettlauf dreht sich gerade alles um sogenannte physische Künstliche Intelligenz. Das bedeutet, dass die Roboter nicht nur eine Aufgabe übernehmen, sondern sich flexibel anpassen können.

Agile hat dabei einen für Tech-Unternehmen außergewöhnlich deutschen Fußabdruck: Ein großer Teil der Entwicklung, des Trainings und jetzt auch der Fertigung findet in Deutschland statt. Das Werk in Fürstenfeldbruck ist dabei erst zu 20 Prozent ausgelastet. „Wir hoffen, dass wir kommendes Jahr die 100 Prozent schaffen“, sagte ein Vertreter von Agile Robots.

Vergangenes Jahr lag der Umsatz der Münchner Firma bei rund 320 Millionen US-Dollar. 2026 soll er sich verdoppeln. Wichtige Finanzierer des Wachstumskurses sind der japanische Technologie-Investor Softbank Group und der chinesische Handy-Hersteller Xiami.MATTHIAS SCHNEIDER

Artikel 6 von 6