Das Neueste von der IFA

von Redaktion

Ein smartes E-Bike mit Radar für den rückwärtigen Verkehr kommt von VW.

Die neue Fritzbox hat nur noch eine Taste und eine Leuchte.

Der Hausroboter MiPa räumt auch die Spülmaschine aus und hilft beim Tischdecken. Solche elektronischen Helfer sind aber noch sehr teuer.

Ein Blick in die Zukunft erwartet die Messebesucher ab dem morgigen Freitag auf der Messe IFA in Berlin. Ein Trend: ultradünne Bildschirme bei Fernsehern, die allmählich auch bezahlbar werden. © Bernd Von Jutrczenka/dpa

Berlin – Das Motto der Messe, „The future is now“ – „Die Zukunft ist jetzt“ –, passt: Viele Neuheiten sollen nicht nur futuristisch wirken, sondern konkret im Alltag helfen. Künstliche Intelligenz bleibt bei den mehr als 1900 Ausstellern das Mega-Thema, wird aber zunehmend praktischer.

Unterhaltung

Bei TV-Geräten wird Luxus etwas bezahlbarer. Samsungs neue Micro-RGB-Technik verspricht kräftige Farben und hohe Helligkeit. 55 Zoll gibt es ab rund 1.200 Euro. Gleichzeitig fallen die Preise älterer Modelle: Die OLED-Fernseher von LG, Dauersieger bei Warentest, sind inzwischen ab etwa 700 Euro zu haben. Früher ging hier unter 1.200 Euro wenig.

Spektakulär ist LGs OLED W6: Der nur 9,9 Millimeter dünne Fernseher klebt fast wie eine Tapete an der Wand. Die Anschlüsse stecken in einer separaten Box, Bild und Ton werden drahtlos übertragen. Nur ein dezentes Stromkabel bleibt. 77 Zoll kosten offiziell 6.499 Euro, erste Angebote liegen um die 4.000 Euro.

Sennheisers Musik-Ohrstöpsel Momentum True Wireless 5 (300 Euro) setzen auf Langlebigkeit: Die Akkus in Ohrstücken und Ladeschale lassen sich erstmals selbst austauschen. So werden teure Kopfhörer nicht zum Elektroschrott, wenn nach einigen Jahren der Akku schwächelt.

Smartes Wohnen

Der Berliner Fritzbox-Hersteller AVM, der mittlerweile nur noch „Fritz“ heißt, will den Nutzern seiner Router das Leben leichter machen. Zum Heimspiel erscheint mit der Fritzbox DSL/Fiber 7-90 eine neue Geräte-Generation, die Schluss macht mit verwirrenden Lämpchen am Gehäuse und Kabelsalat. Stattdessen gibt es nur noch eine Taste und eine LED, die Kabel verschwinden sauber im Gehäuse. Die neue Fritzbox eignet sich sowohl für DSL als auch für Glasfaser. Käufer müssen sich also keine Gedanken mehr machen, welcher Router für sie der richtige ist.

Wie das schlaue Zuhause der Zukunft aussehen könnte, zeigt der schwäbische Roboterspezialist Neura. Sein Haus-Robo MiPA soll durch die Wohnung fahren, beim Tischdecken helfen und die Spülmaschine einräumen. Wann solche Helfer bezahlbar werden, ist allerdings noch offen.

Für den „Sport dahoam“ zeigt Urevo das Laufband CyberMega (1.000 Euro) und das SpaceWalk fürs Gehen am Schreibtisch (340 Euro). Neuartige Schaumstoffe sollen Schritte abfedern – Schluss mit kaputten Läuferknien! Die chinesische Firma Ocjoy will mit einem neuen Mundpflegegerät per Luftstrom professionelle Reinigungstechnik aus der Zahnarztpraxis ins Badezimmer bringen.

Haushaltsgeräte

Der neue ErgoMini von AEG ist einer der kleinsten Handstaubsauger, die je entwickelt wurden. Der 550-Gramm-Zwerg leuchtet per LED dunkle Ecken aus, lädt per USB-C – und bläst auf Wunsch quasi im „Rückwärtsgang“ die Luftmatratze auf. Futuristischer kommt der Reinigungsroboter xLean TR1 daher. Er fährt durch die Wohnung und wird bei Bedarf in einer Sekunde zum Handgerät – etwa, wenn Saft verschüttet wurde. Per KI versteht er Sprachbefehle.

AEG zeigt außerdem das Kochfeld OnePot Pasta, das Nudeln mit einem speziellen Topf vollautomatisch „al dente“ garen soll. Die Miele-App CulinaryCoach erkennt per Foto oder Beschreibung das Gericht und stellt den Ofen passend ein. Mehrere Hersteller kombinieren erstmals Pizzaofen, Backofen und Heißluftfritteuse. Bei bis zu 380 Grad sollen auch Tiefkühl-Pizzen in zweieinhalb Minuten fertig sein.

Mobilität und Energie

Die IFA wird 2026 auch zur Verkehrsmesse – und damit ein Stück weit zur Konkurrenz für die Münchner IAA. Cupra zeigt den elektrischen Raval zusammen mit einer KI-Brille von Meta: Wer das Auto anschaut, kann Fragen stellen, ein Avatar erklärt die Funktionen. So sollen der Autokauf und die Bedienungsanleitung der Zukunft aussehen.

Volkswagen bringt ein „Smart eBike“ mit Radar, das den Verkehr bis zu 70 Meter hinter dem Radler überwacht. Dazu kommen Rückfahrkamera, Bildschirm am Lenker sowie Blink- und Bremslicht. Optional projiziert eine Datenbrille Navigation und Warnungen direkt ins Sichtfeld.

Auch das Erzeugen und Speichern von Strom wird auf der IFA immer wichtiger. Drohnenspezialist DJI steigt in den Markt für Balkonkraftwerke ein. Ein neues Steckersolar-System soll Installation und Nutzung besonders einfach machen.

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