Diesel in den USA so teuer wie noch nie

von Redaktion

Beim Spritpreis ist die US-Bevölkerung sensibel. In den letzten Wochen ist vor allem Diesel, den die Trucks tanken, teuer geworden. © Jenny Kane, dpa

Washington – Der Ölpreis ist infolge der Eskalation im Iran-Krieg weiter stark gestiegen und sorgt für hohe Spritpreise. Der Preis für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent kratzte am Freitag zeitweise an der Marke von 110 Dollar, die US-Referenzsorte WTI hatte zuvor ebenfalls zeitweise die 100-Dollar-Marke übertroffen. In den USA erreichte der Dieselpreis einen neuen Höchststand und treibt die Verbraucherpreise – für Präsident Donald Trump wird das mit Blick auf die Zwischenwahlen im November zunehmend zum Problem.

Nach Angaben des US-Automobilclubs AAA lag der Dieselpreis erstmals über sechs Dollar pro Gallone (5,22 Euro für 3,8 Liter). Vor einem Jahr hatten Landwirte und Spediteure noch 3,71 Dollar pro Gallone bezahlt. Diesel wird in den USA überwiegend in Nutzfahrzeugen getankt. Ähnlich hoch war der Dieselpreis zuletzt im Juni 2022 mit durchschnittlich 5,82 Dollar pro Gallone. Damals hatte der russische Angriff auf die Ukraine die Energiepreise deutlich in die Höhe getrieben.

In dieser Woche kam es wegen neuer Kämpfe zum wiederholten Mal zu einem Anstieg des Ölpreises. Mit der Meerenge Bab al-Mandab im Roten Meer steht zudem eine weitere wichtige Transportroute zunehmend unter Druck: Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen gaben am Freitag bekannt, die Kontrolle über die Meerenge übernommen zu haben. Hinzu kommt, dass auch die Ukraine seit Monaten gezielt Energieinfrastruktur in Russland angreift.

Artikel 7 von 8