Bad Feilnbach – Die Wendelsteinrundfahrt des Ski-Club Au ist seit ihrer ersten Ausrichtung vor 34 Jahren ein absolutes Muss bei Hobby- und Freizeit- sowie ambitionierten Radsportlern. 2519 topzufriedene Pedalritter verwandelten am Samstag (24. August) das Gelände des ASV Au und rund um das Ski-Club-Vereinsheim erneut in ein Mekka des Radsports.
Hervorragende
Bedingungen
Bei herrlichen Bedingungen, die auch auf einen heißen Sommertag schließen ließen, warteten die Athleten in den frühen Morgenstunden am Kreuthweg auf die blockweise Startfreigabe durch die Verantwortlichen der Veranstaltung, darunter Bürgermeister Max Singer und Stefan Stahl, Vorsitzender des Ski-Clubs Au. Kräftig in die Pedale traten darauf hin zunächst 1570 Radfahrer in Richtung der traditionellen 120 oder 165 Kilometer langen Strecken.
690 Radler meistern
die 210 Kilometer
690 Extremsportler stellten sich zusätzlich der Herausforderung der Marathondistanz von knapp 210 Kilometer um den Tegernsee sowie in Richtung Spitzing. Allerdings veranlassten witterungsbedingte Sperrungen den Ausrichter zu Veränderungen der sonst gewohnten Streckenverläufe unter anderem im Inntal in Richtung Samerberg.
259 Teilnehmer, darunter Familien mit Kindern und „Neulinge“, bevorzugten die 50-Kilometer-Route in Richtung Irschenberg und um den Seehamer See. Wie schon in den Anfangsjahren galt es, alle angebotenen Touren, die auch heuer im Rahmen der Voranmeldungen völlig ausgebucht waren, ohne Zeit- oder Bergwertung zu bewältigen. Im Mittelpunkt standen Eindrücke von Natur und Landschaft ohne Stress in einer überaus großen „Radfahrer-Familie“ mit Gleichgesinnten zu sammeln.
Nach schadloser Rückkehr am Zielort „Sportplatz ASV Au“ warteten ein großer Biergarten und Klänge der Auer Musi auf die Sportler, die sich allesamt überaus zufrieden zeigten. Etwa Bernado Lazo und Aldo Contreras aus Mexiko-Stadt als weitgereiste Teilnehmer, die bereits vor einigen Jahren die Wendelsteinrundfahrt schätzen lernten.
Zum 15. Mal hatte für Johan Wernolf aus Stockholm die Veranstaltung in Au einen festen Platz im Terminkalender. Sonst die 120 Kilometer fahrend, wurde für ihn und seinen Angehörigen die 50-Kilometer-Strecke zu einem besonderen Erlebnis. Nicht nur dieses Miniteam, auch die vielen anderen Teilnehmer, die etwa aus Österreich, der Schweiz und allen Teilen der Republik anreisten, schwärmten von einem anspruchsvollen und ereignisreichen Tag.
Alles, was das
Radlerherz begehrt
Reichlich Lob gab es nicht nur für die äußerlichen naturgegebenen Reize entlang der hervorragend und mit Bedacht ausgeschilderten Routen. Beeindruckt waren die Teilnehmer auch von dem Angebot an den Verpflegungsstationen etwa mit frischem Rührei in Sachrang, Kässpatzen an der Krugalm oder Schweinswürstel in Reichersdorf sowie anderen Schmankerl und Brotzeiten oder selbstgebackenen Kuchen. Angesichts der hohen Temperaturen, die die Radler aus persönlicher Sicht unterschiedlich werteten, waren isotonische und andere kühlende Getränke absolute Highlights.
Nach Angaben des 13-köpfigen Organisationsteams waren 230 Mitglieder vom Ski-Club Au, aus anderen örtlichen Vereinen sowie weitere Helfer an der Vorbereitung und reibungslosen Durchführung der diesjährigen Veranstaltung beteiligt. Vor allem hinterließen Zusammenhalt und ehrenamtliches Engagement der hervorragend eingespielten Teams an den Stationen oder bei technischen Problemen unter den Radfahrern angenehme Spuren, die zu einer erneuten Teilnahme in nächsten Jahr geradezu einladen. Wie Max Singer, nicht nur als Rathauschef, sondern langjähriger Mitorganisator der Rundfahrt betonte, sei eine Veranstaltung dieser Größenordnung nur mit vielen engagierten Kräften – dazu gehörten auch die freiwillige Feuerwehr, Rettungsdienste sowie Sponsoren und andere Unterstützer – möglich.