Bruckmühl – Nachdem sich die Akteure vom Theater Bruckmühl im Frühjahr mit der Kriminalkomödie „Der Frosch mit der Peitsche“ von Matthias Hahn, angelehnt an zwei Romane von Edgar Wallace, im Krimigenre eingespielt haben, präsentieren sie nun die (Krimi)-Farce „Funny Money“ von Ray Cooney, die 1994 im Londoner Westend einen höchst erfolgreichen Bühnenstart hatte.
Henry Perkins (Jürgen Höfer), ein Büroangestellter mittleren Alters, ist mit der U-Bahn in London auf dem Heimweg von der Arbeit. Es ist sein Geburtstag, den er mit seiner Frau Jenny (Micha Höfer) und dem befreundeten Ehepaar Betty und Joe Johnsen (Claudia Mehringer und Wast Ott) feiern will. Nach dem Verlassen der U-Bahn nimmt er etwas aus seinem Aktenkoffer und stellt verblüfft fest, dass er statt es eigenen Koffers einen Koffer mitgenommen hat, der viel Geld enthält.
Im nahegelegenen Pub gönnt er sich einen Drink nach dem anderen und verschwindet zwischendurch wiederholt auf der Herrentoilette, um das Geld zu zählen. Es sind unglaubliche 3,8 Millionen Pfund. Dass er im Pub von Detective Seargent Davenport (Peter Laufmann) beobachtet wird, merkt er nicht.
Zu Hause angekommen, will Henry Jenkins die Chance seines Lebens nutzen und mit kleinem Gepäck, seiner Frau und dem Geldkoffer auf NimmerWiedersehen verschwinden. Doch es kommt alles ganz anders.
Seine Frau will nicht weg, die Freunde kommen zum Abendessen und der bestellte Taxifahrer Bill (Robert Münnich) muss ewig warten, da Detective Seargent Davenport, der Henrys Benehmen im Pub als unsittliches Benehmen wertet, auftaucht und ihn erpresst.
In der Hoffnung, für alles eine Erklärung zu finden, stellt Henry die Freunde unter einer fremden Identität vor und erfindet weitere Personen. Und dann steht Detective Seargent Slater (Kathy Thomamüller) vor der Tür, um Mrs. Jenkins mitzuteilen, dass ihr Mann ermordet in der Themse aufgefunden wurde.
Wird die Flucht jetzt doch möglich? Aber dann taucht der unheimliche Mr. Big (Udo Zierhut) auf, der den Geldkoffer holen will und vor nichts zurückschreckt. Haben Henry und Jenny trotzdem noch eine Chance?
Unter der Regie von Verena Baier und Hans Mehringer liefern die Theaterer vom Theater Bruckmühl ein fulminantes Feuerwerk an Gags und Verwirrungen in höchstem Tempo, als wollten sie sich und ihr Publikum schwindelig spielen. Wer ist wer? Wer macht was – und warum?
Lachen, Klatschen, Begeisterung im Saal und ganz viel Applaus für einen grandiosen Theaterabend in Götting, und dazu auch noch prima Verköstigung. Schöner kann Amateurtheater nicht sein. Weitere Aufführungen gibt es am 14. und 15. November jeweils um 20 Uhr, Einlass 19 Uhr, in der Mehrzweckhalle Götting. Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.