Vereinsauflösung ist abgewendet

von Redaktion

Jahresversammlung des Bruckmühler First-Responder-Fördervereins – Hilfe in Notfallsituationen

Bruckmühl – Der Tätigkeitsbericht des Bruckmühler First-Responder-Fördervereins (FRFV) wies bei der 25. Jahresversammlung wieder einmal eine beeindruckende Anzahl von Aktivitäten und Aktionen aus. Das vor zwölf Monaten noch an gleicher Stelle angesprochene und drohende „Worst-Case-Szenario“ einer Vereinsauflösung des Bruckmühler FRFV konnte mit vereinten Kräften abgewendet und der negative Mitgliedertrend gestoppt werden. Sorgen bereitet der Vereinsführung aktuell aber eine Überalterung der Mitgliederstruktur.

Sorgen um zu
wenige junge Mitglieder

Neben Bruckmühls Zweitem Bürgermeister Klaus Christoph konnte Reinhard Geigerseder auch den Feuerwehrreferenten der Marktgemeinde, Andreas Riedl, und den neuen BRK-Bereitschaftsleiter Markus Hemming in der Gaststätte „Sportheim“ des SV Bruckmühl begrüßen.

„Die sehr dunklen Wolken am Vereins-Firmament in Bezug auf den Vereinsfortbestand haben sich gerade auch dank des starken, frischen Windes der neuen BRK-Bereitschaftsleitung aufgelöst und kleinen Sonnenstrahlen Platz gemacht. Es ist zwar noch nicht alles super, aber die Vorzeichen stehen derzeit gut“, eröffnete der Vorsitzende die Versammlung. Im Einklang damit hat sich auch die Mitgliederentwicklung stabilisiert. „Wir konnten die Abwärtsspirale zwar anhalten, doch setzt uns der demografische Wandel gehörig zu“, machte Geigerseder klar und ergänzte: „Wir kämpfen mit einer Überalterung unseres Vereins.“

Dies wurde beim Blick in die Statistik deutlich. 2007 waren noch gut 30 Prozent der Mitglieder des FRFV unter 50, 2012 sank die Zahl bereits auf 25, und aktuell sind es nur noch 11,5 Prozent. Ursächlich hierfür ist nach Meinung der Vereinsführung der weitverbreitete Irrglaube, dass medizinische Notfallsituationen nur Ältere treffen. „Unsere 25-jährigen Erfahrungen zeigen: Es kann leider jeden, zu jeder Zeit an jedem beliebigen Ort treffen, egal welchen Alters. Das ist Fakt. Und wenn dann so eine Notsituation eintrifft, bei der Minuten teilweise über das Leben entscheiden können, sollte jeder froh sein, wenn professionelle Ersthelfer in Minutenschnelle vor Ort sind“, appellierte der Vorsitzende eindringlich – gerade an die jüngeren Bruckmühler. So ging er auch kurz auf den Mitgliedsbeitrag für den FRFV ein. „15 Euro Jahresbeitrag sind doch sicherlich nicht zu viel, wenn es um die eigene Gesundheit und der von Familienangehörigen geht.“

Unter der Rubrik „Erfreuliches“ führte der Vorsitzende die große Spendenbereitschaft der Bruckmühler Bürger, Vereine, Firmen und Organisationen mit insgesamt 11.700 Euro an. Als Verkaufsschlager entwickelte sich wiederum nach seinen Aussagen der bebilderte Jahreskalender 2025 (wir berichteten). Auf der Ausgabenseite schlugen gleich mehrere Positionen mit insgesamt 9.800 Euro ins Kontor.

Im Anschluss präsentierte Kassierin Melanie Porkert der Versammlung eine positive Finanzbilanz samt guten Rücklagenpolster. Die Kassenprüfer Elke Biermaier und Andreas Aigner attestierten der Vorstandschaft dazu eine einwandfreie Finanzführung.

Florian Kusterer gab einen Überblick über das Jubiläum zum 25-jährigen Bestehen. Einen Dank richtete der Vereins-Vize an die Marktgemeinde, die sich in dem zurückliegenden Vierteljahrhundert „immer als verlässlicher und kompetenter Teamplayer gezeigt hat“.

Vize-Rathaus-Chef Klaus Christoph zeigte sich bei seinem Grußwort sichtlich erleichtert, dass das befürchtete Schreckensszenario abgewendet werden konnte. Auch stellte er klar: „Jeder Cent, den die Gemeinde für diese Hilfsorganisation bereitstellt, kommt zu 100 Prozent den Bruckmühlern zugute und ist bestens investiert.“

Projekttage zur
Ersten Hilfe an Schulen

Unter dem Punkt „Wünsche und Anträge“ wurde noch einmal die Mitgliedsstruktur thematisiert. Die in den Raum gestellt Frage, ob man denn nicht unter dem Verjüngungsaspekt auch die Schulen mit ins Boot holen könne, antwortete FR-Einsatzfahrer Bernd Rösler, dass hier schon mehrtägige Projekttage in der Ersten Hilfe durch die BRK-Bereitschaften Bruckmühl und Feldkirchen mit dem Gymnasium stattgefunden hätten. In dem Zusammenhang wurden auch künftige Social-Media-Aktivitäten für den FRFV diskutiert.

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