Neulich watschelte ich am Ufer herum. Plötzlich bemerkte ich einen üblen Geruch. „Puh, hier stinkt es fürchterlich“, quakte ich. Der Geruch kam von einem großen Hund mit dreckigem Fell. „Bist du in eine Odelgrube gefallen?“, quakte ich. Der Vierpföter sah mich nur mit großen Hundaugen an. „Riecht fein, oder?“, bellte er. In dem Moment sah ich den Kater vom Bauerhof in der Nähe. Er hatte sich gerade auf einen Baum geflüchtet – und das nicht aus Angst vor dem Hund. Er kannte ihn nämlich. „Aber dieser Gestank!“, miaute der Kater und presste sich die Pfoten vor die Nase. „Wie du das nur aushältst – wo du doch auch so ein feines Näschen hast wie wir Katzen.“ Und dann mit Blick zu mir: „Ich wünschte, ich wäre eine Ente. Oder ein Zweibeiner.“ Der Hund sah bedröppelt drein. Dann machte er einen Satz in den See und kletterte wenig später wieder ans Ufer. „Viel besser, jetzt müffelt es nur noch wenig“, miaute der Kater und wagte sich vom Baum herunter. „Müffeln? Ich riech nix“, quakte ich. „Dazu bräuchtest du ein feineres Näschen“, miaute der Kater. „Dafür können wir Enten Sachen, die ihr Katzen nicht könnt“, quakte ich. „Bei uns können die Küken zum Beispiel gleich nach dem Schlüpfen schwimmen. Und du wagst dich bis heute nicht ins Wasser.“ Der Kater miaute, dass er sehr wohl schwimmen könne. „Ich bade nur nicht so gern – wie die meisten Katzen.“ Eure Paula