Waldbrand im Nationalpark
Einsatzkräfte können Feuer am Königssee nach Stunden löschen – Weiterhin hohes Risiko
Berchtesgaden – Dürre, Trockenheit – das Waldbrandrisiko ist gerade sehr hoch in Bayern. Gestern brannte es auch im Nationalpark Berchtesgaden am Königssee. Doch es ging glimpflich aus. Nachmittags war das Feuer weitgehend gelöscht. Die Arbeiten der Helfer dauerten aber zunächst noch an, teilte die Polizei mit. Die Einsatzkräfte suchten noch nach Glutnestern.
Ein Jäger hatte den Rauch am Morgen bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Rund 70 Mann aus der gesamten Umgebung sowie Helfer von Bergwacht, Polizei und Rettungsdiensten waren im Einsatz. Das brennende Gebiet war etwa 15 mal 50 Meter groß.
Da die Stelle am steilen Ostufer im Bereich der Kesselwand schwer zugänglich war, gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig. Ein Polizeihubschrauber und ein privater Hubschrauber flogen den Brandort mit Löschbehältern an, um die Arbeiten zu unterstützen.
Die Schadenshöhe war zunächst noch unklar, ebenso die Brandursache. Ein Blitzeinschlag sei nicht ausgeschlossen, sagte ein Polizeisprecher. Es habe dort am Dienstag ein schweres Gewitter gegeben.
Aktuell gelte laut Regierung von Oberbayern die zweithöchste Stufe für Waldbrandgefahr. Besonders gefährdet sind Wälder auf leichten sandigen Standorten mit geringem Bewuchs. Jede Form von offenem Feuer ist dort verboten. Es sollte auch nicht geraucht werden. Auch heute noch sind Luftbeobachter in Oberbayern unterwegs, um die Situation im Blick zu behalten. lby/mm