Spende des Kardinals

von Redaktion

Marx gibt 50 000 Euro für Seenotrettung

München – Der Münchner Kardinal Reinhard Marx stellt für die private Seenotrettung des deutschen Schiffs „Lifeline“ im Mittelmeer 50 000 Euro zur Verfügung. Das sagte eine Sprecherin des Erzbistums am Dienstag auf Anfrage und bestätigte damit einen Tweet des aus Bayern stammenden Kapitäns Claus-Peter Reisch. Dieser schrieb am Montag: „Ich bedanke mich für die überaus großzügige Unterstützung durch das Erzbistum München-Freising für die nächste Mission. Vielen Dank, Herr Kardinal Marx!“ Das Geld stammt der Sprecherin zufolge aus den dem Kardinal zur Verfügung stehenden Mitteln.

Zuletzt hatte die „Lifeline“ versucht, unter vatikanischer Flagge zu fahren. Dies lehnte der Vatikan aber ab. Man könne der Bitte nicht nachkommen, weil das „Schiff keine tatsächliche Beziehung zum Vatikanstaat“ habe, hieß es in dem Schreiben an Reisch. Der Vatikan könne „die eigene Zuständigkeit über das Schiff nicht ausüben“ sowie „die Immunität von Besatzung und Passagieren nicht gewährleisten“. Laut Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen muss jeder Staat „seine Hoheitsgewalt und Kontrolle in verwaltungsmäßigen, technischen und sozialen Angelegenheiten über die seine Flagge führenden Schiffe wirksam ausüben“ (Art 94 SRÜ). Der Vatikanstaat verfügt seit 1951 über ein Schiffsregister. Allerdings wurde dieses noch nie genutzt. Reisch steht seit Anfang Juli in Malta vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, das Rettungsschiff nicht ordnungsgemäß registriert zu haben.  kna

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