Puchheim – Nach dem Tod eines fünfjährigen Mädchens bei einem Hochhausbrand in Puchheim (Landkreis Fürstenfeldbruck) laufen die Ermittlungen zur Brandursache weiter. Das Kind Vanessa hatte sich bei dem Feuer am Silvestertag in einem Schrank versteckt und war darin umgekommen. „Warum es sich in dem Schrank versteckt hat und ob es sich so schützen wollte, wissen wir nicht“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.
Die Brandermittler der Kripo Fürstenfeldbruck setzten ihre Untersuchungen fort. Voraussichtlich am Donnerstag wollten sie mit einem Sachverständigen des Bayerischen Landeskriminalamtes den Brandort im achten Stock unter die Lupe nehmen. „Die Brandursache ist nach wie vor völlig offen“, sagte der Polizeisprecher. „Da es ein tragischer Vorfall ist, gehen wir mit großer Sorgfalt vor.“
Gestern wurde die Leiche des Kindes obduziert. Wie erwartet, wurde als Todesursache ein „Zusammenwirken von Rauchgas und Brandverletzungen“ festgestellt, wie der Polizeisprecher mitteilte. Es gebe „keine Anhaltspunkte für eine Fremdeinwirkung“.
Der Vater des Kindes hatte noch versucht, seine Tochter aus der Wohnung zu holen – was ihm aber nicht gelang. Die genauen Umstände sind noch nicht geklärt. Der Mann kam mit einer schweren Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Feuerwehrleute, die mit Atemschutzgeräten in die total verqualmte Wohnung eindrangen, konnten das Kind nur noch leblos bergen. Andere Bewohner des Hauses hatten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Die Mutter der Fünfjährigen war laut Polizei nicht zu Hause gewesen, als das Unglück geschah. dw/lby