Die große Expressbus-Offensive

von Redaktion

Der MVV will große S-Bahn-Gemeinden durch Expressbusse direkt miteinander verknüpfen. In drei Jahren könnten die ersten Linien starten.

VON DIRK WALTER

München – Ringbusse rund um München sollen künftig die S-Bahn entlasten. MVV und Verkehrsministerium veröffentlichten gestern Einzelheiten zu dem „Fahrplan für mehr Mobilität in Bayern“, von dem vor allem S-Bahn-Gemeinden im Umland profitieren würden. Ein Beispiel ist eine neue Buslinie, die Fürstenfeldbruck und Dachau direkt verbindet. Geplante Fahrzeit: eine halbe Stunde. Dafür würde der bisherige Bus 836 über Esting/Geiselbullach hinaus verlängert. Die Expressbuslinie werde wohl „draufgesetzt“, einzelne Haltestellen und Schlenker müssten entfallen, um Fahrzeit zu sparen, sagt der MVV-Experte im Fürstenfeldbrucker Landratsamt, Hermann Seifert. Es gelte die Faustformel „zehn bis 20 Prozent schneller als die S-Bahn“. Insgesamt planen MVV und Verkehrsministerium sieben Linien, die S-Bahn-Äste miteinander verbinden sollen. Im Gespräch unter anderem: Haar–Ismaning–Unterschleißheim, Fürstenfeldbruck–Esting–Dachau und Wolfratshausen–Deisenhofen/Oberhaching sowie Wolfratshausen–Bad Tölz.

Eine Linie gibt es schon: Zwischen Fürstenfeldbruck und Starnberg-Nord pendelt der Bus X900 – mit täglich 850 Fahrgästen. Die weiteren Linien müssen erst ausgeschrieben werden. Auch der Kauf neuer Busse sei wohl notwendig – daher die drei Jahre Vorlaufzeit. Unabhängig vom Ringbus-Konzept gibt es demnächst einen weiteren Expressbus. Am 29. April startet X80 von Puchheim bis Moosach.

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