Freising – Der 13-Jährige, der am Freitag einen Supermarkt in Freising überfallen hatte, muss keine Konsequenzen fürchten. „Er ist nicht strafmündig, also liegt keine Straftat vor“, sagt Thomas Steinkraus-Koch, Sprecher der Staatsanwaltschaft Landshut. Der deutsche Teenager aus Freising war bisher noch nicht durch andere Delikte aufgefallen. Er betrat den Real-Markt maskiert und mit einer Softair-Pistole bewaffnet und forderte Geld. Doch die Kunden konnten ihn am Ausgang aufhalten (wir hatten berichtet). Zwei von ihnen verletzte er durch Reizgas. Erbeutet hatte er einen vierstelligen Betrag. Die Polizei lieferte den Teenager bei seiner Mutter ab. Das Jugendgericht schalte sich erst ein, wenn der Täter 14 Jahre und älter ist, erklärt Thomas Steinkraus-Koch.
Die Ermittlungen rund um den Überfall hat am Samstag die Kripo Erding übernommen. Im Anschluss werden die Ergebnisse der Staatsanwaltschaft übergeben, sagt ein Sprecher des Präsidiums Oberbayern Nord. „Und dann wird der Fall eingestellt, weil der Bub aus Freising nicht strafmündig ist.“
Dennoch muss die Polizei eine Ereignismeldung an das Jugendamt am Landratsamt schicken. Das nimmt dann Kontakt mit den Eltern auf und bietet – wenn erforderlich – Hilfen an. mh/ws