Bei diesen Lehrern macht Schule Spaß

von Redaktion

München – „Als Lehrer haben sie einen ganz wunderbaren Job ergriffen“ – mit diesen Worten hat Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) die besten Lehramtsabsolventen im Kultusministerium begrüßt. Rund 80 Lehrer von Grund-, Mittel-, Real- und Förderschulen sowie Gymnasien bekamen in einer Feierstunde ihre Ernennungsurkunde überreicht. „Lehrerpersönlichkeiten bleiben im Gedächtnis“, betonte Piazolo und gab den Absolventen mit auf den Weg, „nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern die Schüler auch zu begleiten“.

Die Motivation ist hoch: „Mein großes Ziel ist, dass die Schüler die Möglichkeit haben, Schule mitzugestalten“, sagt die 31-jährige Eva Blomberg, die an einer Mittelschule in München unterrichtet. „Sie sollen merken, dass sie in der Gesellschaft etwas bewegen können.“ Dabei hatte sie ursprünglich Politikwissenschaften studiert und sich erst danach an einem Programm beteiligt, bei dem Studienabsolventen zwei Jahre lang Lehrkräfte unterstützen. So fand sie ihren Traumberuf. Ähnlich ging es auch Dorothea Link. Die 32-Jährige hatte zuerst Jura und Politik studiert und sich dann doch für das Lehramt entschieden. Auch sie ist jetzt an einer Münchner Mittelschule. „Bei diesen Schülern werden viele Potenziale übersehen“, sagt sie. „Sie möchte ich fördern.“

Schon immer sicher, dass Lehrer der richtige Beruf ist, war sich dagegen Franz Kotter aus Rosenheim. Der 28-Jährige war der einzige Mann unter den besten Grundschullehrern. „Ich finde es wichtig, die männliche Komponente in die Grundschule einzubringen“, sagt er. Der große Bastler ist er nicht – dafür aber ein Handwerker, sagt er. Er hat die Schule geliebt und möchte die Begeisterung auch bei seinen Schülern wecken: „Wichtig ist, dass die Kinder Spaß haben. Wenn man ihnen in der Grundschule die Freude vermiest, geht es oft die ganze Schulzeit schief.“

Um die älteren Schüler kümmert sich Simon Burger, der in Bad Tölz in der Fach- und Berufsoberschule Wirtschaft und Sozialkunde unterrichtet. „Die Fächer sind sehr wichtig“, sagt der 28-Jährige. „Ich finde es schön, den Werdegang der Schüler bis zum Abitur mitzuerleben.“

Kultusminister Piazolo betonte, dass der Freistaat die Junglehrer sehr schätze – und bat sie, Werbung für den Beruf zu machen. „Feiern Sie heute, gehen Sie in die Kneipen – und sagen Sie den Leuten, ich bin Lehrer, werden Sie es auch.“  cla

Artikel 2 von 11