München – Am morgigen Donnerstag um 11 Uhr heulen in weiten Teilen Bayerns die Sirenen. Doch kein Grund zur Sorge: Mit dem etwa eine Minute lang andauernden Heulton wird nur das Sirenenwarnsystem getestet. Konkret geht es dabei um Sirenen, die die Bevölkerung bei schwerwiegenden Gefahren für die öffentliche Sicherheit veranlassen sollen, ihre Rundfunkgeräte einzuschalten und auf Durchsagen zu achten. Der Alarm ist nicht zu verwechseln mit dem üblichen Feueralarm, bei dem dreimal ein zwölf Sekunden langer Dauerton mit je zwölf Sekunden Pause dazwischen ertönt.
Allerdings wird der Heulton nicht überall zu hören sein. Denn in einigen Regionen wird die Warnung mittlerweile ausschließlich digital per App ausgespielt. So zum Beispiel in den Städten München (via die App KATWARN) oder Rosenheim (via NINA). Zudem müssen nur noch Landkreise mit sogenannten Störfallbetrieben, also etwa Fabriken, in denen mit gefährlichen Stoffen gearbeitet wird, stationäre Sirenen unterhalten. In Landkreisen wie beispielsweise Dachau, wo es keine Störfallbetriebe gibt, wird mittlerweile nur noch mit mobilen Sirenen oder Lautsprechern gewarnt, die etwa auf Feuerwehrfahrzeugen montiert werden. Zusätzlich verschicken viele Landkreise die Warnungen mittlerweile auch parallel über eine der beiden gängigen Apps.
Als einziger Landkreis in Oberbayern nimmt Landsberg am Lech nicht an dem Probelauf am morgigen Donnerstag teil. Auch dort gibt es keine stationären Sirenen mehr. „Wir haben sieben mobile Anlagen, die wir aber außerhalb dieses zentralen Termins regelmäßig testen“, heißt es aus dem Landratsamt. Das Innenministerium stellt es den Kommunen frei, ob sie an der landesweiten Übung teilnehmen wollen. dg