Memmingen – Zu einer weiteren Protestfahrt gegen die Agrarpolitik sind zahlreiche Landwirte gestern mit ihren Traktoren nach Memmingen gekommen. Nach Angaben der Polizei waren die Bauern mit mehr als 1000 Schleppern in die schwäbische Stadt gefahren. Die Polizei hatte etliche Straßen wegen der Demonstration gesperrt, nur die Landwirte durften mit ihren Trekkern dort fahren.
In den vergangenen Wochen hatte es bereits in mehreren anderen Städten entsprechende Aktionen der Landwirte gegeben. „Wir Bauern benötigen eine zukunftsfähige und nachhaltige Agrarpolitik, die nicht auf unserem Rücken ausgetragen wird“, sagte Andreas Bertele vom Veranstalter „Land schafft Verbindung“ im Vorfeld. Die Bauern machten ihrem Ärger über die Agrarpolitik der Bundesregierung und der bayerischen Staatsregierung auch mit Transparenten Luft.
Nach der Demo von gestern soll der Protest von „Land schafft Verbindung“ auch am Wochenende bayernweit sichtbar werden. Nach dem Vorbild von Landwirten aus Baden-Württemberg sollen auch auf vielen Bauernhöfen im Freistaat am Samstag ab 18 Uhr Mahnfeuer entzündet werden. „Die Feuer sollen eine Mahnung an die Politik sein“, heißt es in einer Mitteilung von „Land schafft Verbindung“. Demnach sollen die Mahnfeuer auch eine Gelegenheit für die Verbraucher sein, um mit Landwirten direkt ins Gespräch zu kommen. Bis gestern hatten sich bei den Organisatoren bayernweit bereits rund 100 Landwirte gemeldet, die an der Aktion teilnehmen wollen, darunter auch viele Höfe in Oberbayern. lby/dg