Gutscheinsystem für FFP2-Masken hinkt hinterher

von Redaktion

Bescheinigungen sollten Anfang Januar eintreffen – Apotheken müssen mit Ausgabe warten

Herrsching – Wer über 60 Jahre alt ist oder Vorerkrankungen hat, konnte sich ab Mitte Dezember kostenlos drei FFP2-Masken in Apotheken besorgen. Für die nächsten sechs Exemplare sollten Bürger ab Anfang Januar Gutscheine erhalten, die sie in der Apotheke vorlegen können. Doch der Versand ist im Verzug – und das stellt die Apotheker vor Probleme.

„Bisher sind die Gutscheine bei Kunden noch nicht eingetroffen“, sagt Lea Baschab von der See-Apotheke in Herrsching (Kreis Starnberg). Sie vermutet, dass das mit dem logistischen Aufwand zusammenhängt. Denn die Gutscheine werden von der Bundesdruckerei erstellt und an Krankenkassen verschickt. Die Kassen schicken die Gutscheine danach zuerst an 80-Jährige und älter, dann an 75-Jährige und jünger.

Schon in der ersten Vergabe-Runde im Dezember gab es Kunden, die mehr Masken abgeholt hatten, als ihnen zustanden. „Es kamen Kunden vorbei, die wir zuvor noch nie gesehen haben oder aus Orten, die kilometerweit weg sind“, sagt Baschab. Sie und ihre Kollegen haben jedoch nur den Ausweis kontrollieren können oder Symptome bei Vorerkrankungen abgefragt.

Masken-Engpässe wie im Dezember gibt es momentan nicht mehr. „Wir haben genug Mund-Nasen-Bedeckungen in der Filiale“, sagt Baschab. Nur, wann die angekündigten Gutscheine bei den Bürgern eintreffen, bleibt offen. Bis dahin können allerdings keine kostenlosen FFP2-Masken ausgegeben werden. Baschabs Kunden hatten bisher Verständnis dafür. Das ist allerdings nicht in allen Apotheken so. LISA FISCHER

Artikel 7 von 11