von Redaktion

Als wir letztens durch den Wald watschelten, quakte Agnes: „Herrlich, ich fühle mit wie in einer Kathedrale.“ Ich wunderte mich, denn Kirchen kenne ich, aber was nun ist eine Kathedrale?

„Kathedralen sind sehr große und schön gestaltete Kirchen. Die Baumeister der Gotik haben neue Verfahren entwickelt, um hohe Decken und dünne Wände zu ermöglichen. Dadurch wurden die Kirchen viel höher als die umliegenden Gebäude“, schnatterte Agnes.

„Und wie genau haben sie das geschafft?“, quakte Klara dazwischen. „Das wollte ich gerade erklären“, schnatterte Agnes. „Rippengewölbe und Strebebögen! Miteinander verbundene Spitzbögen, die man ‚Rippen‘ nennt, konnten die hohen Decken besser stützen. Außerdem hat man außen an den Kathedralen Strebebögen errichtet, die die Wände entlasten.“ Agnes geriet ins Schwärmen: „Dadurch, dass die Wände so hoch und viel dünner waren als bei früheren Kirchen, konnte man große, bunte Glasfenster einbauen. Auf diesen Fenstern sieht man zum Beispiel Szenen aus der Bibel, zusammengesetzt aus verschiedenfarbigen Glasscheiben. Das Licht flutet herein und spielt im Innenraum in den schönsten Farben.“

Eure Paula

Artikel 4 von 10