Neuer Schub für Kirchenreform

von Redaktion

Rom/München – Papst Franziskus hat die von ihm erdachte zweijährige Weltsynode zur Reform der katholischen Kirche eröffnet. Bei einem Gottesdienst im Petersdom unterstrich der Pontifex gestern vor Dutzenden Kardinälen, Bischöfen und Laien, dass die anstehende Phase vor allem den Gläubigen in den Diözesen auf der ganzen Welt gehöre. Diesen Christen wolle der Vatikan zuhören. „Die Synode ist keine kirchliche Convention, keine Studientagung oder ein politischer Prozess, sie ist kein Parlament“, sagte er. Der Papst fordert die Gläubigen auf, aktiv bei der Gestaltung der Kirche mitzuarbeiten. Dabei sollten Christen aufeinander zugehen, alte Traditionen dürften keine Denkbarrieren sein. „Die Synode ist ein spiritueller Moment. Der Protagonist der Synode ist der Heilige Geist.“

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx sieht die Kirche vor großen Veränderungen. „Wir stehen in der Kirche an einem Wendepunkt, ja an einem neuen Punkt des Christentums“, sagte er in Augsburg. „Manches dafür wird sterben müssen, manches wird aber auch neu auferstehen.“ Er appellierte an die Katholiken, den weltweiten Synodalen Prozess und den Synodalen Weg in Deutschland mitzugestalten. Es müsse ein Austausch sein, bei dem man sich zuhöre. Bei dem offenes Reden möglich sein müsse. Der Augsburger Bischof Bertram Meier indes warnte vor nationalen Sonderwegen bei der Reform der Kirche.  kna

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