Verzicht auf Corona-Tests an Schulen soll bleiben

von Redaktion

Der Kabinettsbeschluss, die Corona-Tests in Schulen von Anfang Mai 2022 an fallen zu lassen, soll ungeachtet einer Kehrtwende der Bundesregierung bestehen bleiben. Das kündigte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwochabend an. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erklärte, die von der Gesundheitsministerkonferenz beschlossene Aufhebung der Isolationspflicht werde nicht kommen. Dies war aber die Basis für die Entscheidung der bayerischen Staatsregierung, auf Tests in Schulen nach dem 30. April zu verzichten. Nach Lauterbachs Darstellung soll die Isolation für positiv Getestete nun doch verpflichtend bleiben, jedoch von derzeit in der Regel zehn auf fünf Tage verkürzt werden. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte daraufhin zunächst auch die bayerische Entscheidung wieder infrage gestellt. Söder kritisierte die Kehrtwende Lauterbachs, die der SPD-Politiker am Vorabend in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ vorgetragen hatte, recht scharf. „Das hat rein gar nichts mehr mit Seriosität zu tun. Das ist keine Ampel mehr, sondern eine Lichtorgel“, sagte Söder über die Politik der Bundesregierung. Der Bund habe entschieden, dass Corona nicht mehr stattfinde, jenseits aller Realität. Auch Holetschek übte Kritik an Lauterbach. Mit dem Zickzack-Kurs müsse jetzt Schluss sein.

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