Obstbäume von Bakterium befallen
Behörden warnen vor Feuerbrand-Erreger – Triebe sterben ab
Freising – Besitzer von Obstbäumen in Bayern sollten bei ihren Pflanzen in diesem Sommer besonders genau hinschauen. Vor allem im Norden des Freistaats seien viele Fälle der Feuerbrand-Krankheit gemeldet worden, teilte die Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising mit. Auch im Süden und Osten Bayerns seien erste Fälle gemeldet worden. „Das Jahr 2022 wird ein Feuerbrandjahr“, hieß es.
Die durch ein Bakterium ausgelöste Krankheit kann zum Absterben der Triebe vieler Obstbäume führen –zum Beispiel bei Äpfeln, Birnen und Quitten. Baumbesitzer sind demnach verpflichtet, Fälle der Krankheit den Behörden zu melden.
Befallene Bäume sind den Angaben zufolge an dunkelbraunen bis schwarzen Trieben erkennbar. Blätter, Blüten und Triebe vertrocknen durch die Krankheit und sehen hinterher „wie verbrannt aus“, wie die Behörde mitteilte. Pflanzenschutzmittel dürften gegen den Erreger nicht eingesetzt werden, daher müsse eine Ausbreitung durch das Abschneiden von Ästen und Roden von Bäumen verhindert werden. Abgesägtes und abgeschnittenes Material soll über den Restmüll entsorgt oder möglichst an Ort und Stelle verbrannt werden. dpa