Weilheim – Noch ist die Werdenfelsbahn ab Murnau gesperrt – die Bahn saniert nach dem Bahnunfall von Burgrain die Strecke. Doch nach der Wiedereröffnung warten auf die Pendler eine Reihe von Verschlechterungen. Viele Züge brauchen dann länger nach München, andere entfallen ersatzlos oder enden schon in Tutzing. Das geht aus Fahrplan-Unterlagen hervor, die unserer Redaktion vorliegen.
Anders als zugesagt wird die Bahn zumindest eine Langsamfahrstelle bis zur Wiedereröffnung nicht beseitigen. Zwischen Oberau und Eschenlohe sind ab 16. November achteinhalb statt sechs Minuten eingeplant. Die Züge sollen die Zeit auf ihrer Fahrt Richtung München später aufholen. Doch das wird schwierig: Beim Abwarten der Gegenzüge in Tutzing ist kein Puffer mehr eingeplant. Zudem entfällt ein Expresszug (ab Garmisch-Partenkirchen 7.35 Uhr) Richtung München ersatzlos. Auch für die Weilheimer Pendler Richtung München wird es teils ungemütlich. Der Zug ab Weilheim 6.47 Uhr endet schon in Tutzing, wo dann am selben Bahnsteig umgestiegen werden muss. Die Abfahrtszeiten für diesen Zug ab Murnau und (ab Mitte November) ab Garmisch-Partenkirchen wurden einige Minuten vorverlegt. Für die Pendler im Werdenfels ist also ein Blick auf die Fahrpläne auf jeden Fall ratsam. Auch die Pendler der Kochelseebahn müssen ab 4. Oktober öfter als früher in Tutzing umsteigen.
Eine positive Nachricht gibt es aber auch. Die seit Monaten fast ausnahmslos gesperrte Strecke Murnau-Oberammergau soll ab Donnerstag, 13. Oktober, wieder mit den gewohnten Abfahrtszeiten in Betrieb gehen. ab