Hochgallmig – Nach einem gewaltigen Felssturz ist in Tirol ein Bergdorf mit 250 Einwohnern von der Außenwelt abgeschnitten. Der Hang war am Samstag in Bewegung geraten, Geröll und riesige Felsen krachten auf die Straße nach Hochgallmigg (Bezirk Landeck), die daraufhin gesperrt wurde. Nach einer ersten Begutachtung raten Experten, das gesamte in Bewegung geratene Material abzutragen. Zudem müssten Sicherungsarbeiten im Hang folgen. Nun sind die Einwohner des Dorfes von den Hubschraubern des Bundesheers abhängig, das eine Luftbrücke eingerichtet hat. Alexander Jäger, Bürgermeister der Gemeinde Fließ, zu dem der abgeschnittene Ort gehört, berichtet: „Die Feuerwehr hat in Hochgallmigg einen Hubschrauberlandeplatz eingerichtet. Sollte ein Flug in der Nacht notwendig werden, wurde dieser Platz auch beleuchtet.“ Es gehe vor alle um die medizinische Versorgung. Die Bevölkerung sei aber noch gelassen. „Das wird sich natürlich verschlechtern, wenn die Situation länger dauert.“
Am Dienstag wurden drei Hubschrauberflüge durch das Militärkommando Tirol durchgeführt, auch Ausrüstungsgegenstände für die Feuerwehr wurden geliefert. Diese sei im Notfall derzeit nämlich auf sich alleine gestellt, sagte Major Christoph Seidner vom Militärkommando Tirol dem ORF. Gestern waren 15 Flüge geplant. Den Eingeschlossenen in Hochgallmigg werden Lebensmittel, Medikamente und Streusalz gebracht. Eine Familie sollte ausgeflogen werden. Die Dauer der Straßensperre ist nicht absehbar. mc