Der Tatort: Die Polizei fahndete am Montagabend nach dem Täter. © Isabel Winklbauer
München – Großeinsatz im Münchner Norden: In Milbertshofen ist ein Mann am Montag angeschossen und getötet worden. Das Opfer wurde nach Angaben der Polizei gegen 16.40 Uhr schwer verletzt in der Nähe der U-Bahn-Station Frankfurter Ring gegenüber der Schmalkaldener Straße 12 am Boden liegend aufgefunden. Der Schütze konnte fliehen.
Zwischen dem Opfer und dem noch unbekannten Täter soll eine Auseinandersetzung eskaliert sein. Die Polizei leitete umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein. Es bestehe jedoch keine Gefahr für die Öffentlichkeit, hieß es. Der angeschossene Mann befand sich in kritischem Zustand und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Nach Informationen unserer Zeitung starb das Opfer noch am Abend.
Zeugen hatten in der Nachbarschaft am Nachmittag mindestens einen Schuss gehört und den Notruf gewählt. Die Anwohner der Schmalkaldener Straße 12 wurden von Ermittlern befragt. Über dem Tatort kreiste ein Hubschrauber, der nach dem Täter fahndete. Die Mordkommission nahm am Abend die Ermittlungen auf.
Nahe dem Tatort bemerkten Zeugen einen verdächtigen schwarzen Volvo mit offenem Kofferraum. Ob das Fahrzeug etwas mit der Tat zu tun habe, müsse geprüft werden, so die Polizei. Die Beamten begannen am Abend mit der Spurensicherung und transportierten vier Papiertüten mit gesichertem Material ab. Zeugen, die gestern zwischen 16.15 und 17 Uhr Aufnahmen vom Tatort gemacht haben, bittet die Polizei, diese unter medienupload-portal01.polizei.bayern.de zur Verfügung zu stellen.
In Milbertshofen kommt es immer wieder zu Gewalttaten. Vor zwei Jahren war ein 18-Jähriger dort mit einem Messer erstochen worden. Ein 17-Jähriger wurde dafür im Oktober 2023 zu einer Jugendstrafe von sieben Jahren verurteilt.
IWI