Uni untersucht Folgen von Attacke

von Redaktion

Nach Bluttat: In Aschaffenburg werden 5000 Menschen befragt

An der Stelle im Park Schöntal, wo der Anschlag stattgefunden hat, standen vor einem Jahr zahlreiche Kerzen zum Gedenken an die Opfer des Anschlags.

Aschaffenburg – Ein Jahr nach der tödlichen Messerattacke eines psychisch kranken Mannes auf Kleinkinder in Aschaffenburg wollen Wissenschaftler die Auswirkungen der Tat auf die Stadt untersuchen. Wie wirken einschneidende Gewaltereignisse langfristig auf das Sicherheitsgefühl, den Zusammenhalt und das Miteinander in einer Stadt? Diese Frage steht im Zentrum der wissenschaftlichen Befragung, die am Donnerstag in Aschaffenburg startet. Durchgeführt wird sie von der Uni Konstanz.

5000 Menschen sollen in den nächsten Tagen per Post zu der Onlinebefragung eingeladen werden. Die Wissenschaftler möchten herausfinden, wie die Aschaffenburger die Tat und ihre Folgen erlebt haben. „Dabei stehen die persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen der Bürger im Vordergrund“, hieß es. Auch Fragen des Zusammenhalts und der politischen Auseinandersetzungen sollen dabei eine Rolle spielen.

Ziel sei, besser zu verstehen, wie sich ein Gewaltereignis langfristig auf das Zusammenleben in einer Stadt auswirkt. Die Teilnahme an der Umfrage sei freiwillig und anonym, betonen die Wissenschaftler. Die Ergebnisse der Befragung sollen später veröffentlicht werden. DPA

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