DAS PORTRÄT

Die Autorin mit dem Herz für Tiere

von Redaktion

Sandra Majkrovizt aus Wartenberg.

Sandra Majkrovizt wollte nur eine kleine Runde mit ihrem Chihuahua Bubi drehen. Plötzlich blickte sie einem Luchs entgegen, der gelassen ihr Grundstück in Schweden durchquerte. Sie ließ das Bild auf sich wirken. Begegnungen wie diese bestärken sie in dem, was ihr wichtig ist: Respekt vor der Natur. Die 46-Jährige aus Wartenberg (Kreis Erding) hat ihre Tierliebe zum Beruf gemacht. Sie schreibt und veröffentlicht Kinderbücher in Eigenregie. Der Anstoß kam bei einem Spaziergang. „Ich war schon immer eine Schneckenretterin“, erzählt sie. Noch heute sammelt sie Tiere von der Straße auf, um sie in Sicherheit zu bringen. Aus Neugier wurde Fachwissen – und schließlich der Wunsch, es kindgerecht weiterzugeben.

„Die Geschichten sind von meinem Sohn inspiriert“, sagt sie. Was als kurze Erzählung begann, entwickelte sich Schritt für Schritt weiter. Sachinformationen ergänzten die Handlung, neue Ideen kamen hinzu. Inzwischen ist daraus eine fünfteilige Reihe entstanden, vier Bände sind bereits erhältlich. Im Mittelpunkt stehen kleine Lebewesen: Schnecken, Igel, Spinnen, Hummeln. Das kommende Buch widmet sich einem jungen Kätzchen. Ihr eigenes Heim gleicht einem kleinen Tierparadies: Neben Hund und zwei Katzen leben dort eine griechische Landschildkröte und 13 Hühner.

Auf ihre Wahlheimat Schweden kam sie durch einen Bekannten. Die weite Landschaft und die Ruhe überzeugten sie. Nach dem Umzug entschied sie sich, ganz auf das Schreiben zu setzen. Zuvor war sie als medizinische Fachangestellte in einer Klinik tätig. Eine chronische Erkrankung zwingt sie jedoch zu einem anderen Rhythmus; ihr Schlaf ist häufig unterbrochen. „Aber wenn ich wachliege, habe ich auch Ideen.“ Die hält sie sofort fest. Ein Notizbuch begleitet sie überallhin. Oft entstehen Einfälle beim Gassigehen. In den Sozialen Medien spricht sie über ihre Bücher und über Tierschutz. „Ich will Achtsamkeit schaffen.“ Für eines ihrer Werke erhielt sie eine Empfehlung von PETA. Sie ist überzeugt: „Meine Bücher wären eine gute Lektüre in der Grundschule.“ Kinder ließen sich über Tiere gut erreichen – und in der Kindheit beginne nachhaltiges Mitgefühl.SAMANTHA ERNST

Artikel 4 von 11