Sexualkunde bleibt Lehrersache
München – Sexualkundeunterricht an Bayerns Grundschulen muss von Lehrkräften durchgeführt werden. Externe Anbieter dürfen den Unterricht nicht ergänzen. Der Bildungsausschuss des Landtags wies nun rund 50 Petitionen von Eltern ab, die die Einbeziehung externer Anbieter für den Sexualkundeunterricht in der vierten Klasse wünschten. CSU, FW und Grüne stimmten letztlich für die Abweisung der Petitionen – im Gegensatz zu SPD und AfD. Die Ausschussvorsitzende Ute Eiling-Hütig (CSU) betonte aber auch, sie sei mit der Entscheidung, die Petitionen abzuweisen, „im Grunde nicht einverstanden und auch nicht zufrieden und nicht glücklich“. Dies sei jedoch aus rechtlichen Gründen unvermeidbar. In einem Schreiben an alle Grundschulen zu Beginn des Schuljahres hatte das Kultusministerium explizit darauf aufmerksam gemacht, dass die Einbeziehung externer Anbieter für die Sexualerziehung nicht möglich ist. Laut Ministerium wird so sichergestellt, dass die Verantwortung in diesem sensiblen Bereich bei der Lehrkraft liege, die jedes Kind gut kenne und ein Vertrauensverhältnis aufgebaut habe.DPA