Der erste Sonnenschirm steht schon: Vabali-Unternehmenschef Stephan Theune auf der Baustelle. © Schlaf
Eröffnung in einem Jahr: So soll das Vabali-Spa aussehen. © Theune Spa Management
Olching – Im Gewerbegebiet in Olching (Kreis Fürstenfeldbruck, nicht weit weg von A8 und B 471, entsteht derzeit eines der größten Wellnessprojekte der Region: das erste Vabali-Spa Süddeutschlands. Auf fünf Hektar Fläche, etwa sieben Fußballfeldern, baut die Vabali-Spa-Therme-Gruppe am Stürzer Weiher eine Anlage mit 18 Saunen und Dampfbädern, Innen- und Außenpools, Warm- und Kaltwasserbecken, Ruheräumen, Sonnendecks und einem Boutique-Hotel. Beim Richtfest gab das Unternehmen nun erstmals einen Einblick in das 80-Millionen-Euro-Projekt.
Zur Eröffnung im Spätsommer 2027 sollen die ersten Gäste in Olching entspannen. Der Rohbau lässt bereits erahnen, wie groß die Anlage wird. Aus einem hellen, offenen Bereich sollen etwa verwinkelte Umkleiden entstehen, ein acht Meter hoher Bambus ist als Blickfang geplant. Auch dekorative Elemente aus Bali sollen das Erscheinungsbild prägen. Ein Teil davon wurde nach Angaben von Geschäftsführer Cornelius Riehm in Containern nach Deutschland verschifft.
Besonders stark soll sich das Olchinger Vabali-Spa durch seinen Außenbereich von den anderen Anlagen der Gruppe unterscheiden. Geplant ist ein großes Saunadorf rund um einen Weiher. Als Besonderheit entsteht eine Seesauna.
Eine Spaßtherme soll die Anlage ausdrücklich nicht werden. Im Schnitt werden 500 Besucher am Tag erwartet. Zum Vergleich: Die Therme Erding hat täglich etwa zehn Mal so viele Besucher.
Das Konzept in Olching setzt aber auf Ruhe statt Rutschen. Kinder unter zwölf Jahren haben keinen Zutritt, allein dürfen Gäste das Spa erst ab 18 Jahren besuchen. „Hier kann man nicht planschen, Ball spielen, laut sein – es gibt für Kinder bessere Orte als eine Wellnessanlage“, sagt Riehm. Weitere Besonderheit: Auch Handys bleiben draußen. Sie müssen im Spind verstaut werden, die Gäste sollen abschalten. Badekleidung ist in der Anlage ebenfalls nicht vorgesehen. Stattdessen gilt Bademantelpflicht. Textilfrei sei es in der Regel nur in der Sauna, sagt Riehm, im Sommer auch auf den Liegen im Außenbereich.
Der Eintritt soll zwischen 29,50 Euro für zwei Stunden und 56,50 Euro für eine Tageskarte kosten. Für die Region bringt das Spa auch Arbeitsplätze: 250 Jobs sollen entstehen.FRANZISKA KONRAD