Waldkauz Ulrich krächzte: „Ich bin für Sonntag mit einer wundervollen Waldkäuzin zu einem Rundflug über das Oktoberfest verabredet. Es geht am Sonntag zu Ende und viele Zweibeiner schwenken beim letzten Lied im Zelt Lichter. Aber jetzt heißt es, dass die Wettervorhersage uns einen Strich durch unsere Rechnung macht, weil es regnen soll.“ Ich schnatterte: „Das ist Pech. Aber du könntest Glück haben und die Wettervorhersage ändert sich noch.“ Ulrich sah mich verdutzt an und krächzte: „Sind Wettervorhersagen also Hokuspokus?“
Ich quakte, dass Wettervorhersagen kein Hokuspokus sind, sondern Wissenschaft. Allerdings kann die beste Vorhersage nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, wie das Wetter wird. Für die nächsten 24 Stunden liegt sie in mehr als neun von zehn Fällen richtig. Doch je weiter die Vorhersage in die Zukunft reicht, desto größer wird die Unsicherheit.
In Wetterstationen werden etwa Windgeschwindigkeit und -richtung, Temperatur und Luftdruck gemessen. Auch Flugzeuge liefern Informationen aus der Luft, Wetterbojen berichten vom Ozean und Satelliten beobachten das Wetter aus dem Weltall. So kommen riesige Mengen an Informationen zusammen. Supercomputer erstellen Karten des aktuellen Wetters und berechnen mithilfe mathematischer Formeln, wie es sich in den nächsten Tagen entwickeln könnte. Aber weil es sein kann, dass Informationen fehlen, kann sich die Vorhersage ändern.
Eure Paula