Neulich saßen Klara und ich am Ufer und beobachteten, wie die Biberin Frau Dr. Berta Raspelzahn mit merkwürdigen Dingen hantierte. „Was macht Berta da?“, schnatterte Klara neugierig. „Keine Ahnung“, antwortete ich. Die Biberin kam zu uns und erklärte mit feierlicher Stimme: „Ich betreibe Grundlagenforschung!“
„Grundlagen-was?“, quakte Klara. „Das klingt ziemlich kompliziert.“ Berta lächelte. „Grundlagenforschung bedeutet, dass Wissenschaftler neue Erkenntnisse gewinnen wollen, ohne dabei schon eine konkrete Anwendung im Sinn zu haben. Sie versuchen also, grundlegende Zusammenhänge zu verstehen und Antworten auf Fragen zu finden, von denen man noch nicht weiß, wohin sie einen führen.“ Also forscht man einfach, weil man etwas wissen möchte?“, fragte ich. „Ganz genau“, erklärte Berta. „Nehmen wir zum Beispiel die Frage: Wie funktioniert das Gedächtnis? Oder: Wie entstehen Sterne? Solche Fragen wirken erst mal sehr weit von unserem Alltag entfernt. Aber die Antworten bilden oft die Grundlage für spätere Entwicklungen und Erfindungen. Eine Entdeckung kann zunächst völlig nutzlos erscheinen und viele Jahre später plötzlich eine wichtige Bedeutung bekommen. Bei der angewandten Forschung wiederum ist es so, dass meistens ein konkretes Problem oder ein bestimmtes Ziel verfolgt wird“, erklärte Berta. „Man möchte etwa ein neues Medikament entwickeln oder eine umweltfreundlichere Batterie herstellen.“ Eure Paula