CORONA IN KÜRZE

Vier Omikron-Fälle in Bayern bestätigt Kinderimpfstoff kommt früher Weniger Leugner – außer in Sachsen Impfstatus soll auslaufen Patienten werden in den Norden verlegt

von Redaktion

Laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ist in Bayern ein vierter Fall der Omikron-Variante des Coronavirus bestätigt. Es handle sich um eine Person, die am Freitag aus Kapstadt in München angekommen sei. Bei 15 Reisenden, die am Sonntag aus Südafrika ankamen, bestehe der starke Verdacht auf Omikron-Infektionen.

Das Mainzer Unternehmen Biontech hat laut EU-Kommission angekündigt, seinen Corona-Impfstoff für Kinder ab fünf Jahren eine Woche früher auszuliefern. Am 13. Dezember sollen die ersten Dosen an die EU-Staaten gehen. Der Impfstoff ist bereits zugelassen.

Die Zahl der Corona-Leugner hat laut einer Studie des überparteilichen Thinktanks „dpart“ abgenommen, von 14 Prozent der Bundesbürger im vergangenen Jahr auf aktuell neun Prozent. Die Studie wurde von Forschern der Universitäten Wien und Edinburgh durchgeführt. Als Corona-Leugner werteten sie Befragte, die der Aussage zustimmten, die Corona-Pandemie sei ein Schwindel und die Schutzmaßnahmen seien eine hysterische Überreaktion. Die Menschen würden zunehmend sehen, wie real die Gefahr sei, sagt Tobias Spöri, Co-Autor der Studie. Zudem gebe es Aufklärung von kompetenten Erklärern. Als Beispiel nennt Spöri den Podcast des Virologen Christian Drosten. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass es einen harten Kern von Corona-Leugnern gebe, aber auch relativ viele Ex-Überzeugte. Corona-Leugner seien politisch eher rechts angesiedelt und seltener zu solidarischem Verhalten bereit. Ihr Informationsmedium seien soziale Medien. Vielen gehe es weniger um Corona, sondern um ein generelles Misstrauen gegen den Staat. Ein Leugner-Hotspot ist laut Studie Sachsen, das einzige Bundesland, in dem die Zahl der Leugner stieg.

Der Impfstatus soll nicht mehr unbegrenzt gelten. Weil die Wirkung der Corona-Schutzimpfung nach sechs Monaten spürbar nachlässt, soll dann auch der Status als Geimpfter nur mit einer Auffrischung zählen. Das hat der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) klargestellt. Sechs Monate gelten als Faustregel, in diesem Winter, wo die Booster gerade anlaufen und die Nachfrage sehr hoch ist, wohl sieben bis acht. Auch Bayerns Staatsregierung hat sich für ein solches Limit ausgesprochen. Nachbarländer erkennen zu lange zurückliegende Impfungen nicht mehr an.

Bis zu 45 weitere Covid-Patienten sollen in norddeutschen Bundesländern aufgenommen werden. Das sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Dienstag. Aus welchen Bundesländern die Patienten kommen, war zunächst nicht bekannt.

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