Bonn/Frankfurt/Main – In diesen Tagen startet vielerorts das Ernten der ersten roten Früchtchen. Wie bei vielen Dingen im Leben ist Timing auch bei der Erdbeerernte alles. Nach langem oder heftigem Regen sollte man Erdbeeren lieber nicht pflücken. „Denn zu viel Nässe schadet dem Aroma, und die Früchte sind häufig beschädigt“, erklärt Harald Seitz vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Morgens ist die beste Erntezeit, weil die Früchte noch schön fest sind. Mit zunehmender Sonneneinstrahlung werden sie weicher. In Spankörben bekommen die Erdbeeren noch Luft und werden nicht so schnell matschig. Erdbeeren vorsichtig mit Daumen und Zeigefinger abpflücken, am besten mit Stiel und Kelchblättern – das schützt die Haut der Frucht und sie bleibt länger frisch und aromatisch. Die Beeren erst zu Hause waschen und am besten direkt essen. Sonst im Gemüsefach des Kühlschranks lagern. „Dort halten sie sich ein bis zwei Tage lang“, sagt Seitz. Nur rote Früchte pflücken: Erdbeeren reifen nicht nach. Kleine Erdbeeren schmecken meist intensiver als große. Wegen der Autoabgase: Erdbeerfelder abseits der Straße bevorzugen.