Alois Irlmaier
Alois Irlmaier, hier mal wieder auf Wassersuche. © Archiv
München – „Seine Hände schwingen von selbst aus, wenn er auf Wasser gestoßen ist, selbst wenn es 80 Meter unter seinen Füßen quillt.“ So berichtete unsere Zeitung 1949 über den gebürtigen Siegsdorfer Alois Irlmaier (1894–1959). Der Brunnenbauer soll über 700 Quellen teils ohne Wünschelrute aufgespürt und seherische Fähigkeiten besessen haben. Irlmaier soll gezielte Bombeneinschläge vorhergesagt haben. Nach dem Krieg wollten viele etwas über den Verbleib ihrer Angehörigen wissen. Später fragten ihn Fußballvereine nach Spielergebnissen, Politiker vor Wahlen – sogar Kriminaler baten um seinen Rat. Geld verlangte Irlmaier nicht. Seine Gabe sei gottgegeben, damit dürfe man kein Geschäft machen. Oft standen über 100 Menschen vor seiner Baracke beim Freilassinger Bahnhof, um sich weissagen zu lassen. Er starb an Leberkrebs. Auf dem Sterbebett zeigte er sich erleichtert, dass er seine Vorhersagen nicht mehr erleben muss.TEXTE: NBA, NBI