Resl von Konnersreuth
Resl von Konnersreuth, katholische Mystikerin. © Mary Evans
München – Die Bauernmagd Therese Neumann (1898–1962) hat als Resl von Konnersreuth Bayerns Geschichte mitgeprägt. Die Resl lebte angeblich ohne Nahrung (außer einer Hostie täglich), gänzlich ohne Wasser und Schlaf. Ihre Stigmata, die vor 100 Jahren begannen und immer freitags (besonders stark in der Karwoche) auftraten, betrafen Hände, Füße, Brust und Augen. Ihre Visionen sollen das Leiden Christi miterlebt haben. Von Samstag bis Donnerstag erholte sie sich, ging auch ihrer Arbeit nach. Therese Neumann genoss Kultstatus. Abertausende pilgerten zu ihr nach Konnersreuth in der Oberpfalz, erhofften sich Trost, viele auch Heilung. Wissenschaftler wie der Kriminalbiologe Mark Benecke, der sich mit dem Fall ausgiebig beschäftigt hat, bezweifeln die Echtheit der angeblichen Wundmale und das Leben ohne Nahrung. Die katholische Kirche hat ihr 2005 eingeleitetes Seligsprechungs-Verfahren noch immer nicht abgeschlossen.